NeuroIS-Fachkongress: 1:0 für Journalisten ve...
 
NeuroIS-Fachkongress

1:0 für Journalisten versus KI

Patrick Daxenbichler / stock.adobe.com
Journalisten-Arbeitsplätze fallen immer wieder Künstlicher Intelligenz zum Opfer.
Journalisten-Arbeitsplätze fallen immer wieder Künstlicher Intelligenz zum Opfer.

Künstliche Intelligenz kann in punkto Lesbarkeit Nachrichten- Journalisten nicht das Wasser reichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue US-Studie.

Die auf der Basis von Eye-Tracking-Daten von amerikanischen Wissenschaftlern publizierte Studie zeigt, dass die Lesbarkeit von Nachrichten echter Menschen signifikant höher eingestuft wird als maschinell generierte Nachrichten. Die Lesbarkeit wurde dabei anhand von Kriterien wie Stimmigkeit, Prägnanz und Verständlichkeit gemessen. Vorgestellt wurde die Studie beim NeuroIS-Fachkongress der FH Oberösterreich.

Mehrere Arbeiten beim diesjährigen NeuroIS Retreat befassten sich zudem mit den neurophysiologischen Korrelaten von richtigen Informationen und Fake News. Kanadische Forscher präsentierten dazu etwa eine Studie, die sich mit den neurophysiologischen Prozessen von Menschen, die auf Social Media mit Falschinformationen konfrontiert werden, befasste. Dabei griffen die Forscher auf eine sogenannte Elektroenzephalographie (EEG) und Stimulus-Material zurück, das sich unter anderem auf US-Präsident Donald Trump bezog. Das Ergebnis: Auf Basis von Hirnaktivierungsmustern kann mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt vorhergesagt werden, ob eine Fake-News-Headline von der Leserschaft fälschlicherweise für korrekt gehalten wird.

Forscher aus Deutschland präsentierten eine Untersuchung, die auf der Basis von Gehirndaten zeigt, dass die Interaktion mit Websites mit blauem Hintergrund zu niedrigem kognitiven Verarbeitungsaufwand bei den Usern führt. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass das Blau mit positiven Gefühlen und Ästhetik assoziiert war. Schlussfolgerung für die Praxis: Blau gestaltete Websites werden mitunter positiver wahrgenommen.
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