Neuerungen für ORF-TVThek angekündigt
 

Neuerungen für ORF-TVThek angekündigt

ORF/Hans Leitner
Für die gänzliche Umsetzung von Prantners Ideen für die TVThek müsste auch der Gesetzgeber mitspielen.
Für die gänzliche Umsetzung von Prantners Ideen für die TVThek müsste auch der Gesetzgeber mitspielen.

Bei den Technologiegesprächen in Alpbach hat der zuständige stellvertretende Technische Direktor des ORF, Thomas Prantner, umfassende Neuerungen für die Online-TVThek des ORF angekündigt. Ein neues Interface, mehr Content und neue Features sollen nur der Anfang sein.

Spätestens im November soll die Runderneuerung der TVThek laut Prantner mit einem Relaunch beginnen. Das versprochene redesignte Portal soll bedienerfreundlicher als das jetzige sein und ausgebaute Suchmöglichkeiten aufweisen. Auch die Bildqualität des Streamingangebots soll steigen. Zusätzlich setzt Prantner auf Personalisierung: User sollen sich auf dem Portal thematische Favoriten ebenso wie einzelne Sendungen auf eine Merkliste setzen können.

Mehr Content wurde ebenso versprochen: Die Zahl der zeit- und kulturgeschichtlichen "Archive" soll beträchtlich ausgebaut werden, ebenso direktes Live-Streaming etwa von Pressekonferenzen. In weiteren Ausbauschritten ab 2019 sollen das Angebot für Kinder gestärkt und später auch reine Online-Videos produziert werden. Mit all diesen Angeboten soll die TVThek nach Prantners Vorstellung in Richtung "ORF-Player" gehen, der alle Programme des Öffentlich-Rechtlichen in sich vereinen soll.

Für einen derartigen "ORF-Player", wie er Prantner vorschwebt, bräuchte es aber zum Teil Änderungen des Gesetzgebers. Nach seinen Wünschen sollen die jetzigen zeitlichen Beschränkungen für das Anbieten von Bewegtbild - offline nehmen, je nach Content, nach 24 Stunden, 7 Tagen bzw. zwei Monaten - auf generell 30 Tage ausgedehnt werden. Außerdem will Prantner eine Login-Möglichkeit auf der TVThek schaffen, was laut seinen Worten auch ein erster Schritt in Richtung einer künftigen Premiumfunktion mit Bezahlinhalten sein könnte.

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