Netzneutralität: Spotify-Tarif in der Kritik
 

Netzneutralität: Spotify-Tarif in der Kritik

Die Partnerschaft des Musikdienstes mit Drei hat erwartungsgemäß die Kritiker auf den Plan gerufen

Spotify unbegrenzt streamen: Dieses neue Angebot des Mobilfunkers Drei (HORIZONT berichtete) hat in punkto Netzneutralität für Aufregung gesorgt. Denn Kritiker sehen in dem neuen Tarif, der ab sofort in Österreich zu haben ist, einen Bruch mit eben dieser. Nach Stellungnahmen von Netzaktivisten hat sich nun auch die Regulierungsbehörde RTR zu Wort gemeldet und verlautbart, dass man dem Angebot kritisch gegenüber stehe, "da es zu einer kommerziellen Bevorzugung eines speziellen Dienstes kommt", heißt es gegenüber dem WebStandard.

Die RTR will nun prüfen, ob es tatsächlich zu einer Verletzung des Prinzips der Netzneutralität kommt, die eigentlich vorsieht, dass ein Internet-Provider alle Daten gleich behandeln muss. Die RTR hat dazu ein Auskunftsersuchen an den Mobilfunker Drei gestellt. Rechtlichen Handlungsspielraum hat die Behörde allerdings nicht, da die EU-Kommission erst eine entsprechende Verordnung erlassen muss, die 2015 erwartet wird.

"Mittel- und langfristig gefährden Verstöße gegen die Netzneutralität die Innovationskraft des Internets, da andere, ähnliche Dienste benachteiligt werden und der Wettbewerb auf diesen Markt verzerrt wird", heißt es von der RTR. "Daher setzt sich die RTR auf europäischer Ebene für eine rasche gesetzliche Absicherung der Netzneutralität ein."
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