Netflix kauft Anzeigentafeln in Hollywood
 

Netflix kauft Anzeigentafeln in Hollywood

Alexander Heinl
ARCHIV - ILLUSTRATION - Das Logo der Videostreaming-Firma Netflix ist am 17.12.2016 in Berlin auf einem Laptop-Bildschirm zu sehen. (zu dpa ÇAttacke auf Netflix: Die Milliarden-Schlacht um die Streaming-KroneÈ vom 16.10.2017) Foto: Alexander Heinl/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - ILLUSTRATION - Das Logo der Videostreaming-Firma Netflix ist am 17.12.2016 in Berlin auf einem Laptop-Bildschirm zu sehen. (zu dpa ÇAttacke auf Netflix: Die Milliarden-Schlacht um die Streaming-KroneÈ vom 16.10.2017) Foto: Alexander Heinl/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Netflix startet Insidern zufolge eine Werbeoffensive - auf Reklametafeln. Der Online-Streamingdienst soll bald bis zu 35 großflächige Werbeflächen im Zentrum der Filmindustrie - entlang von Hollywoods Sunset Strip - besitzen.

Ziel sei es, dort nur eigene Produktionen zu bewerben. Dafür werde der US-Konzern, der die Fernsehgewohnheiten weltweit verändert hat, für 150 Mio. Dollar (128,7 Mio. Euro) die Hälfte an der in Los Angeles ansässigen Außenanzeigefirma Regency erwerben. Der Deal gehe noch im Juli über die Bühne. In der Regel mieten Unterhaltungskonzerne die Tafeln, in Hollywood werden dafür monatlich bis zu 25.000 Euro pro Brett fällig. Im April hieß es noch, Netflix werde das gesamte Unternehmen Regency für den doppelten Betrag übernehmen. Ein Netflix-Sprecher wollte keine Stellung nehmen.

Netflix ist mit Produktionen wie "House of Cards" und "Orange is the new black" bekannt geworden. Inzwischen hat das Unternehmen Dutzende Serien wie "Stranger Things" oder "The Crown" entwickelt und fügt kontinuierlich Neues hinzu. Allein im laufenden Jahr will Netflix acht Mrd. Dollar in Fernsehserien und Filme investieren und etwa 700 Serien, Filme und andere Programminhalte veröffentlichen. Rund zwei Mrd. Dollar will der Konzern mit inzwischen weltweit 125 Millionen Streaming-Kunden in Werbung stecken. Dabei will Netflix nicht auf Anzeigentafeln verzichten. Zwar konkurrieren diese mit Online-Werbung, aber werden häufig vor allem von Autofahrern intensiv wahrgenommen. Auch gelten sie als probates Mittel, um Hollywood-Talenten zu Aufmerksamkeit im Mekka der Filmschaffenden zu verhelfen.

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