Musik-Streaming in Österreich weiterhin auf Ü...
 

Musik-Streaming in Österreich weiterhin auf Überholspur

APA/AFP/Getty
NEW YORK, NY - APRIL 03: The Spotify banner hangs from the New York Stock Exchange (NYSE) on the morning that the music streaming service begins trading shares at the NYSE on April 3, 2018 in New York City. Trading under the symbol SPOT, the Swedish company's losses grew to 1.235 billion euros ($1.507 billion) last year, its largest ever. Spencer Platt/Getty Images/AFP
NEW YORK, NY - APRIL 03: The Spotify banner hangs from the New York Stock Exchange (NYSE) on the morning that the music streaming service begins trading shares at the NYSE on April 3, 2018 in New York City. Trading under the symbol SPOT, the Swedish company's losses grew to 1.235 billion euros ($1.507 billion) last year, its largest ever. Spencer Platt/Getty Images/AFP

Im ersten Halbjahr 2018 verzeichneten Dienste wie Spotify und Co ein Umsatzplus von 61,1 Prozent und erwirtschafteten 23,2 Mio. Euro. Nicht zuletzt deshalb hat der digitale Markt die physischen Tonträger erstmals überholt.

Laut aktuellen Zahlen des heimischen Verbands der Musikwirtschaft IFPI wurden insgesamt mit digitalen wie physischen Tonträgern sowie Klingeltönen zwischen Jänner und Juni 53,5 Mio. Euro umgesetzt, was einem Anstieg um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Anteil digitaler Angebote stieg auf 54 Prozent. Neben dem Streaming ist hier noch das Downloadsegment zu nennen, das auf 5,6 Mio. Euro (ein Rückgang um 18 Prozent) kam. Der physische Markt erzielte wiederum 24,4 Mio. Euro, rund 19,1 Mio. Euro davon entfielen auf die bisher marktbeherrschende CD.




Damit hat wie in Deutschland auch in Österreich das Streaming die Compact Disc als beliebtestes Musikformat abgelöst. Eine Tendenz in diese Richtung hat sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet. So freute sich die österreichische Musikwirtschaft beispielsweise angesichts der Zahlen für 2017 über das erste Wachstum nach langer Durststrecke, wobei der Digitalsektor und insbesondere Streamingangebote maßgeblich für die Trendwende verantwortlich waren.




Beklagt wird von der Musikindustrie aber nach wie vor ein "Value Gap". In dieser Diskussion werden Onlineriesen wie Google oder Facebook kritisiert, die zwar urheberrechtliche geschützte Werke über ihre Dienste zugänglich machen, die Künstler aber "gar nicht oder nicht fair" vergüten würden, wie es in der Aussendung heißt. So würden in Österreich zwar zwei Mio. User regelmäßig via YouTube Musikvideos konsumieren, die Vergütung dafür belaufe sich im ersten Halbjahr aber nur auf 1,4 Mio. Euro. Zum Vergleich: Via Premium-Abos auf Spotify oder Apple Music wurden 21,1 Mio. Euro eingenommen. Für IFPI-Präsident Dietmar Lienbacher ist es daher essenziell, "dass am Streaming-Markt für alle die gleichen Spielregeln gelten und auch Anbieter wie YouTube entsprechende Lizenzen bezahlen".




Was die erfolgreichsten Alben des ersten Halbjahres 2018 betrifft, so wird die Top-Ten-Reihung zur Hälfte von heimischen Künstlern bestritten. An der Spitze liegt Andreas Gabalier mit "Vergiss mein nicht", gefolgt von seiner Schlagerkollegin Helene Fischer mit ihrer gleichnamigen Platte sowie dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Ebenfalls ins Ranking geschafft haben es das Kabarett/Musikduo Pizzera & Jaus, die Wiener Band Wanda sowie der heimische Rapper RAF Camora.
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