Mobile-Studie : Österreicher:innen pflegen lo...
 
Mobile-Studie

Österreicher:innen pflegen lockeren Umgang mit Daten

Deloitte
'Mehr als ein Fünftel der Befragten besitzt mittlerweile einen smarten Lautsprecher mit Alexa, Google Assistant und Co. 84 Prozent haben Zugriff auf mindestens ein vernetztes Gerät – dieser Prozentsatz wird in den nächsten Jahren noch weiter in die Höhe schießen', so Deloitte-Experte Nikola Süssl.
'Mehr als ein Fünftel der Befragten besitzt mittlerweile einen smarten Lautsprecher mit Alexa, Google Assistant und Co. 84 Prozent haben Zugriff auf mindestens ein vernetztes Gerät – dieser Prozentsatz wird in den nächsten Jahren noch weiter in die Höhe schießen', so Deloitte-Experte Nikola Süssl.

Eine Deloitte-Umfrage über den Mobilfunkmarkt zeigt: Der Großteil der heimischen Befragten ist sich bewusst, dass Unternehmen persönliche Daten sammeln und verarbeiten, 45 Prozent sehen darin jedoch kein Risiko. Mehr als die Hälfte ist sogar bereit, Arbeitgeber, Fluglinien und Reiseunternehmen sowie Eventveranstalter über ihren Impfstatus zu informieren. Hinsichtlich des Mobilfunknetzes 5G bedarf es nach wie vor mehr Aufklärungsarbeit.

An der diesjährigen Umfrage beteiligten sich in Österreich insgesamt 1.000 Personen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (88 Prozent) glaubt, dass Firmen online persönliche Daten von Konsument:innen sammeln und diese verarbeiten. 45 Prozent bereitet das aber keinen Grund zur Sorge. Diese offene Haltung beim Thema Datenschutz spiegelt sich auch bei der Bereitschaft wider, den persönlichen COVID-19-Impfstatus zu teilen. „54 Prozent der befragten Konsument:innen sind bereit, dem Arbeitgeber via App Auskunft über den eigenen Impfstatus zu geben. Ebenfalls die Hälfte würde Fluglinien und Reiseunternehmen sowie Eventveranstalter darüber informieren“, erläutert Nikola Süssl, Partner bei Deloitte Österreich.

Dieser eher lockere Umgang mit dem Thema Datenschutz wird ebenfalls durch die steigende Popularität vernetzter Geräte, die Konsument:innendaten kontinuierlich teilen, sichtbar: Österreicher:innen integrieren Smartwatches und Fitness-Tracker zunehmend in ihren Alltag. 54 Prozent besitzen mittlerweile bereits ein Smart TV. Zurzeit sind insbesondere intelligente Lautsprecher mit Sprachassistenten hoch im Kurs. „Mehr als ein Fünftel der Befragten besitzt mittlerweile einen smarten Lautsprecher mit Alexa, Google Assistant und Co. 84 Prozent haben Zugriff auf mindestens ein vernetztes Gerät – dieser Prozentsatz wird in den nächsten Jahren noch weiter in die Höhe schießen“, ergänzt der Experte.

Bedenken & Haltung

Wenige Bedenken: 45 Prozent der Befragten sorgen sich nicht über Weitergabe persönlicher Daten
Lockere Haltung: Mehr als die Hälfte ist bereit, via App Impfstatus zu teilen
Notwendige Aufklärungsarbeit: 49 Prozent fühlen sich über 5G zu wenig informiert
Wachsende Beliebtheit: Video-Streaming-Dienste etablieren sich am heimischen Markt

Zunehmende Akzeptanz vom 5G

Das neue Mobilfunknetz 5G beginnt sich hierzulande ebenfalls zu etablieren. Einer von zehn Befragten nutzt es bereits. Während im Vorjahr noch über ein Drittel der Studienteilnehmer:innen das neue Netz mit Gesundheitsrisiken in Verbindung brachte, ist der Prozentsatz der 5G-Gegner mittlerweile auf 28 Prozent gesunken. Gleichzeitig steigt langsam die Bereitschaft, für das neue Netz mehr zu bezahlen.

Beim Kauf eines neuen Smartphones achten 53 Prozent darauf, dass es mit dem neuen Netz kompatibel ist. Trotzdem fühlt sich fast die Hälfte noch immer zu wenig über 5G informiert. „Mobilfunkanbieter müssen verstärke Aufklärungsarbeit leisten, damit das volle Potenzial des Netzes ausgeschöpft werden kann“, erklärt Süssl.

'Langsame Internetverbindung durch Streaming spürbarer'

Gerade in Zeiten von Home Office werden Video-Streaming-Dienste bei den Österreicher:innen immer populärer. Netflix und Amazon Prime haben sich am heimischen Markt fest etabliert. Die zunehmende Beliebtheit der Streaming-Dienste hat auch die Nachfrage nach schnelleren Internetverbindungen angekurbelt: In der Corona-Krise haben fast 40 Prozent der Befragten Änderungen an ihrem Internetservice vorgenommen. Dabei ging es neben einer schnelleren Verbindung auch um ein besseres Gesamtpaket und eine Senkung der Kosten. „Durch die verstärkte Nutzung der Streamingangebote wurden Hindernisse wie eine langsame Internetverbindung spürbar – und die Konsument:innen haben darauf mit einem Upgrade reagiert. Streaming-Dienste sind heute vom Markt nicht mehr wegzudenken. Hier erwarten wir in den nächsten Jahren ein deutliches Wachstum“, betont Süssl.
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