„Mobile First“-Moment steht unmittelbar bevor
 

„Mobile First“-Moment steht unmittelbar bevor

APA/AFP

Einer neuen Studie zufolge, werden die digitalen Umsätze in der weltweiten Unterhaltungsindustrie dieses Jahr erstmals die analogen übertreffen. Gleichzeitig steht der „Mobile First“-Moment unmittelbar bevor.

Plattform-Modelle wie Amazon oder Netflix bescheren der globalen Medienindustrie einen Wachstumsschub und dürften in den kommenden Jahren im Schnitt um 4,4 Prozent zulegen, wie der "Global Entertainment & Media Outlook 2018-2022" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt. Infolgedessen prognostiziert die Untersuchung für 2022 weltweite Erlöse in Höhe von 2,4 Billionen US-Dollar. Dabei werden die digitalen Umsätze 2018 erstmals die analogen übertreffen, und bis 2022 könnten sie sogar schon bei 57 Prozent liegen, so die Studie. Zeitgleich naht der „Mobile First“-Moment, denn in zwei Jahren soll laut PwC-Prognose der durchschnittliche User bereits mehr Daten auf dem Smartphone verbrauchen als mit Breitband-Internet.

Laut Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC in Deutschland, haben diese Wachstumsziffern „mit einer kontinuierlichen Entwicklung nicht mehr viel zu tun“. Um gegen die Player aus dem Silicon Valley anzukommen, muss die Branche „innovative Geschäftsmodelle hervorbringen, um den steigenden Anforderungen des Endkunden gerecht zu werden“, so Ballhaus. Insbesondere die traditionellen Medienunternehmen müssten sich gemäß dem Experten laufend neu erfinden, denn die weltweite Zeitungsbranche wird der Studie zufolge mit durchschnittlich 2,4 Prozent schrumpfen.

[Peter Saxer]

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