Mehrwertsteuersatz: Erste Befürworter für Vor...
 

Mehrwertsteuersatz: Erste Befürworter für Vorschlag der EU-Kommission

Franz Helmreich Fotografie
"Die Änderung der Mehrwertsteuersätze würde die Entwicklung der digitalen Presselandschaft vorantreiben", sagt VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger.
"Die Änderung der Mehrwertsteuersätze würde die Entwicklung der digitalen Presselandschaft vorantreiben", sagt VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger.

Der Verband Österreichischer Zeitungen und der Verband Druck & Medientechnik wünschen sich, dass der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Printmedien auf digitale Medienangebote ausgeweitet wird.

Der Verband Österreichischer Zeitungen begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission in Sachen Mehrwertsteuersatz für digitale Medienangebote. "Die Änderung der Mehrwertsteuersätze würde die Entwicklung der digitalen Presselandschaft vorantreiben und würde positive Effekte auf Wirtschaftswachstum und Medienvielfalt in der Europäischen Union haben", sagt VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger in einer Aussendung und fordert diesbezüglich Unterstützung von der Bundesregierung.

Digitale Medienangebote profitieren derzeit nicht von den Bestimmungen der ermäßigten Mehrwertsteuersätze von zehn Prozent für Printmedien. Im Rahmen eines Steuerpakets für den Onlinehandel will die EU-Kommission es den Staaten freistellen, ob sie den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Printmedien auch für digitale Medienangebote ausweiten.

Der VÖZ habe schon lange auf eine Angleichung gedrängt. "Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, den Vorschlag der EU-Kommission im weiteren legislativen Prozess zu unterstützen und so eine nachhaltige Entwicklung der heimischen Presselandschaft in Zeiten der digitalen Transformation zu ermöglichen", so Grünberger. Es gelte, das System an die "heutige Realität anzupassen und zu reformieren".

Auch der Verband Druck & Medientechnik bezeichnet den Vorschlag der EU-Kommission in einer Aussendung als einen "Schritt in die richtige Richtung". "Somit würden in Österreich Bücher und Zeitschriften, egal ob in Print- oder Onlineversion, nach wie vor mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von zehn Prozent versteuert werden. Eine Erhöhung von zehn auf 20 Prozent wäre damit Geschichte. Somit können wir diesen Vorstoß der EU nur begrüßen, denn damit wird ermöglicht, dass Lesen und Bildung ein Gut für alle bleibt", sagt Gerald Watzal, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik. Auch Watzal fordert die Bundesregierung daher auf, "diesen Vorschlag der EU-Kommission rasch in nationales Recht umzusetzen".
"Somit können wir diesen Vorstoß der EU nur begrüßen, denn damit wird ermöglicht, dass Lesen und Bildung ein Gut für alle bleibt", sagt Gerald Watzal, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik.
Verband Druck & Medientechnik
"Somit können wir diesen Vorstoß der EU nur begrüßen, denn damit wird ermöglicht, dass Lesen und Bildung ein Gut für alle bleibt", sagt Gerald Watzal, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik.
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