MasterPass startet 2014 in Österreich
 

MasterPass startet 2014 in Österreich

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Exklusiv: MasterCard-Österreich-Chef Gerald Gruber kündigt gegenüber HORIZONT an, den neuen Online-Bezahldienst kommendes Jahr hierzulande auszurollen - Banken können auf Basis von MasterPass digitale Geldbörsen anbieten, Online-Händler den Dienst als Bezahl-Option integrieren

"Zahlen mit MasterPass": Diesen Knopf sollen auch heimische Internetnutzer bald betätigen können. Ist der Online-Bezahldienst des Kreditkarteninstituts MasterCard bereits in anderen Ländern wie USA, Großbritannien, Belgien, Australien, Frankreich, Italien oder Niederlande verfügbar, wurde MasterPass bis dato noch nicht in die deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und Schweiz gebracht.

Gegenüber HORIZONT kündigte MasterCard-Österreich-Chef Gerald Gruber jetzt an, MasterPass auch hierzulande verfügbar zu machen: „Deutschland, Schweiz und Österreich werden in den nächsten zwölf Monaten MasterPass bekommen – auf der einen Seite als Technologie, die einzelne Banken ­anbieten, und auf der anderen Seite als Check-out-Marke in Online-Stores“, so Gruber. Derzeit arbeite man intensiv mit Banken auf der einen und Online-Händlern auf der anderen Seite zusammen, um den Dienst in ihre Angebote zu integrieren.

Bezahlen mit wenigen Klicks

MasterPass ermöglicht es Banken, so genannte digitale Wallets (Geldbörsen) anzubieten. Diese speichern zentral Bezahlinformationen, Lieferadressen etc. und können beim Einkauf in einem Online-Shop mit wenigen Klicks abgerufen werden. Web-Shops können dazu MasterPass (sichtbar als entsprechender Button auf einer Webseite) integrieren, und MasterCard wickelt dann im Hintergrund die Transaktion ab.

Zudem ist MasterPass wichtig für das Zukunftsthema mobiles Bezahlen per Smartphone. „Für uns ist es wichtig, diesen Markt zu besetzen, weil es eine Grundlagentechnologie ist, um Mobile Payment auf den Weg zu bringen“, sagt Gruber. MasterCard treibt aktuell die Verbreitung von NFC-Bankomatkarten zum kontaktlosen Bezahlen in Österreich voran (Maestro ist die zweite Marke der Firma).

Die Konkurrenz schläft nicht


Auf MasterPass wartet starke Konkurrenz im Netz. Die eBay-Tochter PayPal ist mit seiner Bezahl-Lösung bereits in einer Vielzahl von Online-Shops integriert, und auch der Online-Riese Amazon hat kürzlich mit "Login and Pay with Amazon" einen sehr ähnlichen Bezahl-Dienst vorgestellt (HORIZONT berichtete), der allerdings noch nicht in Österreich verfügbar ist. Schließlich treibt auch Erzrivale Visa seinen Dienst V.me voran.

„Ja, wir sind nicht die ersten in dem Bereich. Amazon hat bereits so eine Wallet geschaffen und versucht jetzt, das auf andere Webseiten zu exportieren. PayPal macht das durchaus erfolgreich, aber Konkurrenz  schadet ja nie“, sagt Gruber. „Es gibt viele Millionen Online-Stores, die mit Abbruchraten zu kämpfen haben, und für die ist MasterPass eine Lösung. Unsere große Stärke liegt darin, dass wir auf Seite der Kunden und der Händler als sicheres, schnelles und legitimes Zahlungs­mittel wahrgenommen werden.“

Alle Details zu MasterPass und das Rennen um die digitale Geldbörse, das sich Mobilfunker, Banken, Kreditkartenanbieter, Internetfirmen und Smartphone-Hersteller im Bereich mobiles Bezahlen liefern, lesen Sie ab morgen, Freitag, in HORIZONT-Ausgabe 50.
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