Marktaufsicht : China will strengere Regeln f...
 
Marktaufsicht

China will strengere Regeln für Onlinewerbung einführen

APA/AFP
 Baidu hat Probleme im Werbegeschäft.
Baidu hat Probleme im Werbegeschäft.

Normale Internetnutzung soll nicht mehr durch Werbung behindert oder Nutzer fehlgeleitet werden dürfen.

China will die Daumenschrauben im Technologiesektor mit neuen Vorschriften für Onlinewerbung weiter anziehen. Eine Verschärfung der Regeln sei geplant, kündigte die zuständige Marktaufsicht am Freitag angesichts neu veröffentlichter Vorschläge an. Dazu gehöre, dass die normale Internetnutzung nicht mehr durch Werbung behindert oder Nutzer fehlgeleitet werden dürfen.

Warnung an Baidu

Erst kürzlich hatten Chinas Technologieriesen Baidu und Tencent vor Problemen im Werbegeschäft gewarnt - unter anderem wegen einer schärferen Regulierung. Die Marktaufsicht gibt nun vor, dass Internetwerbung "den Anforderungen an eine sozialistische geistige Zivilisation" nachkommt und die traditionelle Kultur des chinesischen Staates bewirbt. Dafür sollen die Plattformbetreiber ein System etablieren, das einem Werberegister ähnelt und alle Anzeigen prüft. Zugleich soll es möglich sein, bestimmte Werbung wie beispielsweise Schönheitsoperationen für Minderjährige oder gefährdende Onlinespiele zu blockieren. Die Vorschläge können noch bis zum 25. Dezember öffentlich kommentiert werden.

Seit Monaten zieht Peking die Daumenschrauben in verschiedenen Bereichen wie Technologie, Bildung und Immobilien an, um nach Jahren der Lockerung die Kontrolle über die Wirtschaft und Gesellschaft wieder auszubauen.

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