marchFIRST sucht Käufer für Europa-Geschäft
 

marchFIRST sucht Käufer für Europa-Geschäft

Der insolvent gewordene US-Teil von marchFIRST wird derzeit filetiert. In Europa läuft eine hektische Suche nach einem strategischen Partner.

Bereits am 13. April 2001 mußte der in Chicago ansässige New Economy-Dienstleister marchFIRST www.marchFIRST.com für seine US-Aktivitäten Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Konkursgesetzs beantragen. Seither wird filetiert. Die vor etwa einem Jahr eingekaufte Werbeagentur McKinney & Silver aus Raleigh, North Carolina wurde an die Havas Holding verkauft. 1.700 Mitarbeiter wurden abgebaut. Der Software-Consulter Divine Inc. übernahm 18 US-Büros und die SAP-Aktivitäten, die im HostOne Appliaktionsbereich zusammengefasst waren, sowie 2.100 Mitarbeiter. Divine geht nun daran mit marchFIRST-Hauptgläuber Microsoft das US-Geschäft zu restrukturieren, zu sanieren und die Schulden zu managen.



Die europäischen Niederlassungen sind von Chapter 11 nicht betroffen, bestätigt Carmen Chuh von marchFIRST in Hamburg. Für Europa - 1.200 Mitarbeiter in 23 Büros, die 20 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschafteten - wird derzeit nach einem strategischen Partner gesucht. Je früher ein Einstieg erfolgt, desto besser, bestätigt Chuh schon. Verhandlungen laufen. In Österreich laufen die Geschäfte gut, erklärt Geschäftsführer Gerald Kalny. Seit Aufnahme des operativen Geschäftes im Oktober 2000 konnte, so Kalny, marchFIRST Österreich mit 19 Mitarbeitern "Aufträge in der Höhe von über 45 Millionen Schilling akquirieren und liegt damit sogar über den ursprünglichen Budgeterwartungen". (tl)

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