März-Werbedruck stagniert
 

März-Werbedruck stagniert

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Focus Werbebeobachtung, 1. Quartal: Kumuliert nominell +4,4 Prozent gesamt; seht gute +6,9 Prozent für klassische Werbeträger.

Der Brutto-Werbedruck im März 2013 wird von Werbemarktanalyst Focus Media Research mit nominell -0,5 Prozent bilanziert (nach dem Februar mit nominell +8,5 Prozent und dem Jänner mit nominell +6,5 Prozent) - da entwickelt sich, auf den ersten Blick, eine "Fieberkurve"?. Aber: Für die klassischen Werbeträger - inklusive Online, wegen der Tarifumstellung nach Einführung des OSA Outdoor-Server-Austria im klassischen Außenwerbebereich ohne Einbeziehung des Außenwerbung-Volumens in die Vergleichsrechnung - bilanziert Focus im März nominell +4,6 Prozent, im Februar waren es nominell +5,3 Prozent und im Jänner nominell +11,6 Prozent (das sieht nach einer stabilen Entwicklung des Brutto-Werbedrucks aus).

In der Kumulation zum 1. Quartal 2013 ergibt das ein Wachstum des Brutto-Werbedrucks von nominell +4,4 Prozent für Klassik und Direct - klassische Werbeträger vergrößern den Brutto-Werbedruck um 6,9 Prozent; Direct (monatsbereinigt) verliert 5,7 Prozent.

Das ist, unter Betrachtung des "Media-Index" von Focus, der Berechnung der Listenpreis-Steigerungen der Medien, von nur 1,2 Prozent (2012 lag die Tarifsteigerung über alle Gattungen bei +3,3 Prozent) ein ganz ausgezeichneter Wert und könnte auch eine echte (Netto-) Steigerung bedeuten.

Der "schwächelnde" März hat - siehe insbesondere Direct-Marketing - wohl auch den Ostertermin als Hintergrund (2012 fiel der Karfreitag auf den 6, April, 2013 auf den 29. März).

Die Werbebarometer-Prognose von Focus aus dem März - Befragung von 150 Marketern und Agenturmanagern - ergab eine Erwartung von +2,1 Prozent bis September - Die Volumenentwicklung liegt somit gut im Prognosehorizont.

Um gut ein Drittel mehr Werbevolumen verzeichnet Focus im 1. Quartal für Online (Melderunde von 21 Vermarktern und Publishern für Display, Mobile und Bewegtbild) mit nominell +28,1 Prozent vor den Gelben Seiten (Herold meldet Print und Online) mit nominell +26,9 Prozent und Kino (nominell +21,8 Prozent). Über dem Marktschnitt liegen auch ORF TV (+19,9 Prozent), Privat-Hörfunk (+10,3) und Privat-TV mit +7,6 Prozent ( sowie die Regionalen Wochenzeitungen mit +5,6 Prozent).

Nominell +2,4 Prozent für die Tageszeitungen ist gerade noch im Grünen Bereich - eindeutig Volumen verlieren im 1. Quartal Illustrierte/Magazine (-1,1 Prozent) und die Fachzeitschriften (-1,4 Prozent).

Auch unter Vernachlässigung des März/April-Ostertermins und damit kalendarischen Auswirkungen: Das Direct-Volumen, das Focus an der Anzahl von Mails, Prospekt und Zeitungsbeilagen misst, schrumpft: Nominell -6,5 Prozent für Direct Mails an Konsumenten, -5,4 Prozent für das Volumen Klassischer Prospekt - und -2,0 Prozent für Zeitungsbeilagen.

Wer macht das Brutto-Werbewachstum? Die "Sonstigen" (da ist neben Tourismus und dem Non-Food-Handel auch institutionelle beziehungsweise (partei-) politische Werbung drin) vergrößern ihr Bruttovolumen um nominell +16,8 Prozent - gefolgt von den Markenartiklern (+5,7 Prozent) und den Dienstleistern (+4,4 Prozent). Handel (LEH) & Versand sowie die Medien in eigener Sache wachsen nur um nominell knapp über zwei Prozent (Investitionsgüter - KFZ!) schreiben -0,2 Prozent.

Fazit:

Der Brutto-Werbedruck der Klassischen Medien entwickelt sich gut bis sehr positiv - innerhalb der Gattungen profitieren die elektronischen Medien Online vor TV und Hörfunk (Privat) kräftig - Tageszeitungen und Regionale Wochenzeitungen halten das Volumen, Illustrierte/Magazine und Fachzeitschriften verlieren Volumen. Analoges gilt für den Direct-Bereich.
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