"Le Monde" schickt Journalisten nach Übersee ...
 

"Le Monde" schickt Journalisten nach Übersee um Webseite zu füllen

Die Tageszeitung braucht für ihr Webportal eine Nachtschicht, will dafür aber nicht die Redaktion belasten. Stattdessen werden zwei Reporter in andere Zeitzonen geschickt. Ihren Bestimmungsort suchen sie selbst aus.

Um die Online-Ausgabe der Pariser Tageszeitung "Le Monde" rund um die Uhr mit neuen Informationen zu speisen, schickt die Redaktion ihre Mitarbeiter ans andere Ende der Welt. Zwei der insgesamt 75 Mitarbeiter sollen künftig turnusmäßig für je sechs Monate in Länder mit großer Zeitverschiebung entsendet werden. "Wir hätten einen Nachtdienst in Paris einführen können, aber wir wollten nicht eine zusätzliche Last für die Redaktion schaffen", erklärte der Chefredakteur der Online-Ausgabe, Alexis Delcambre.Die ersten beiden Journalisten des Blattes wurden für die nächsten sechs Monate nach Sydney und Seoul geschickt. Die Redakteure können sich den Bestimmungsort selbst aussuchen, unter der Voraussetzung, dass es dort Tag ist, wenn es in Frankreich Nacht ist. "Durch die starke Zunahme der Smartphones haben die nächtlichen Besuche unserer Online-Ausgabe stark zugenommen. Wir dachten daher es könnte sinnvoll sein, die Webseite rund um die Uhr mit Infos zu speisen", so Delcambre.

Die Tageszeitung "Le Monde" wird seit dem 1. März zum ersten Mal von einer Frau geleitet. Die 46-jährige Natalie Nougayrède, die vordem in der Auslandsressort des Blattes arbeitete, trat die Nachfolge des im vergangenen November verstorbenen Erik Izraelewicz an.

(APA)
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