Krisen-App Demios vorgestellt
 

Krisen-App Demios vorgestellt

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Web-App hilft, Krisenkommunikation besser zu strukturieren

Die Wiener Kommunikationsagentur bettertogether bietet in Österreich in Kooperation mit dem deutschen Entwickler "Verismo" ein Web-App basiertes Krisenmanagementsystem für Unternehmen an.

"Demios" soll Abläufe standardisieren und dadurch Struktur in das Chaos bringen, das zu Beginn von Krisen entstehen kann. "Die Systematik wird im Ereignisfall dann meist über den Haufen geworfen", sagt Verismo-Geschäftsführer und App-Entwickler Klaus Bockslaff. Krisen könnten Unternehmen meist völlig unerwartet und auch über Nacht treffen.

Dabei übernimmt die App die Funktion einer Kommunikationsplattform, die von der Einschätzung der Lage über die Alarmierung des Krisenstabs bis hin zu den zu ergreifenden Maßnahmen und Handlungsoptionen alles übernehmen kann. Zugleich dokumentiert sie die einzelnen Schritte rechtsgültig.

Für jedes der einzelnen Features, wie beispielsweise die Krisen-Benachrichtigung gibt es bereits etablierte Tools und auch die Strukturierung und Standardisierung der Krisenkommunikation können andere Software-Lösungen übernehmen. Die Neuerung der App liege darin, dass sie sich von Smartphones, Tablets und Laptops öffnen lasse. Dadurch könnten Krisenteams mobil und weltweit vernetzt agieren. "Früher haben wir einfache Papierchecklisten gehabt, heute befinden wir uns aber in einer Zeit, in der sich Management um die Erde bewegt und sich nicht stationär an einem Ort befindet", erzählt Bockslaff von der Entwicklung.

Die App richtet sich dabei vor allem an größere Unternehmen - insbesondere Versorgungsunternehmen (z.B. Gas, Wasser oder Strom), die durch EU-Auflagen zu einem Krisenmanagement verpflichtet sind.

Die Web-App kann in Österreich exklusiv über die Agentur bettertogether erworben werden. Eine Grundmodul-Lizenz für bis zu zehn Krisenstabsmitarbeiter kostet 10.000 Euro.

(red)
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