Krise bei Pixelpark AG
 

Krise bei Pixelpark AG

Der europäische Internet-Dienstleister schließt das vorjährige Rumpfgeschäftsjahr tiefrot ab und leitet ein "tiefgreifendes Effizienzprogramm" ein.

CEO Paulus Neef hat die schwierigste Bilanzpressekonferenz seines bisherigen Unternehmertums hinter sich. Die endgültigen Bilanzzahlen des Pixelpark-Rumpfgeschäftsjahres liegen vor. Neef mußte heute die Korrektur, des am 2. Februar 2001 vorläufig bekannt gegebenen Umsatzes von 756,8 Millionen Schilling auf 719,7 Millionen Schilling verlautbaren. Weiters überschatten zwei negative Eckdaten das Konzernergebnis: Der EBITDA-Verlust stieg auf 137,6 Millionen Schilling und der Jahresfehlbetrag auf 214,7 Millionen Schilling.



Kommentar von Annette Koch, CFO: Grund für die Umsatzabweichung ist der Abbruch eines Großkundenprojektes, das wegen Lieferverzögerungen auf Kundenwunsch eingestellt wurde. Daneben haben Rückstellungen für die damit verbundenen, möglichen Gewährleistungsrisiken den EBITDA-Verlust zusätzlich belastet. Wie bereits bei der Präsentation des vorläufigen Betriebsergebnis bekanntgegeben, drücken die Anlaufkosten für die neuen Standorte in Spanien und Osteuropa sowie die Integrationskosten der akquirierten Unternehmen ZLU und K2 auf das Unternehmensergebnis.



Anfang März hat sich Pixelpark ein "tiefgreifendes" Effizienzprogramm verordnet. Neubesetzungen im Vorstand sowie der Stopp der Ostexpansion sind die deutlichsten Zeichen der Optimierung. Neef sprach auch eine Gewinnwarnung für das erste Quartal 2001 aus, das "voraussichtlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben" wird. (tl)

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