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"Keine Werbung auf Internet-Seiten mit illegalen Inhalten"

Fachverband Werbung-Obfrau Angelika Sery-Froschauer und Werner Müller, Geschäftsführer Fachverband der Film- und Musikindustrie appellieren: Werbung und Film bekennen sich zu gemeinsamer Verantwortung im Bereich Copyright und Internet.

Dass die massive Verbreitung von Raubkopien im Internet ungewollt auch durch Werbeschaltungen finanziert wird, sei spätestens seit der strafrechtlichen Verurteilung der kino.to-Betreiber in Deutschland oder der piratebay-Betreiber in Schweden eine Tatsache, begründen FV-Obfrau Sery-Froschauer und FAMA-GF-Müller ihre Kooperation zum Thema "Keine Werbung auf Internet-Seiten mit illegalen Inhalten!".

Werben im Internet stoße an viele ungeklärte Praxis-Fragen - diese Problematik sei für die Kreativwirtschaft eine entscheidende Zukunftsfrage.

In Kooperation mit der Film- und Musikindustrie will der Fachverband Werbung den Copyright-Schutz und die Vorbeugung von Ani-Piraterie auf seine Agenda setzen. Die Kommunikationsbranche beobachtet seit einiger Zeit, analysieren Sery-Froschauer und Müller, "dass auch österreichische Unternehmen zunehmend werbemäßig auf illegalen Internet-Plattformen vermarktet werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Internet-Seiten mit illegalen Film-Downloads, die häufig aufgerufen werden".

Darüber hinaus verletzten diese Internet-Seiten Jugendschutz-, Medien-, E-Commerce- und Steuergesetze. "Die illegal angebotenen Filme und TV-Serien sind lediglich Mittel zum Zweck, massenhaft Nutzer auf die Seite zu locken und diese Seitenzugriffe an Dritte zu vermarkten".

Diese Plattformen finanzieren sich zu einem nicht unerheblichen Teil über Werbeeinnahmen, sagen Sery-Froschauer und Müller: "In Deutschland setzen Behörden und Gerichte erste Maßnahmen gegen Online-Vermarkter und ihre Affiliates, wenn Werbung auf Seiten mit illegalen Inhalten vermarktet wird". Weiters würde dem Ansehen von Kunden und Auftraggebern geschadet, wenn deren Dienste oder Produkte in Verbindung mit rechtswidrigen Praktiken ausgelobt werden.

Wichtiger Teil der Kooperation von Fachverband Film- und Musikindustrie sowie Fachverband Werbung und Marktkommunikation ist die Unterstützung des Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche.

Angelika Sery-Froschauer, Obfrau Fachverband Werbung: "Wir bekennen uns zum Schutz der Interessen der österreichischen Kreativwirtschaft in Bezug auf Urheberrecht und Film-Antipiraterie. Wir sprechen uns somit klar dafür aus, dass einschlägige, überwiegend ausländische Internetseiten mit illegalen Inhalten, die eindeutig Urheberrechtsverletzungen Vorschub leisten, auf keinen Fall wissentlich mit österreichischen Online-Schaltungen finanziert und unterstützt werden."

Werner Müller, Geschäftsführer Film und Musik Österreich: "Der Verbandsappell der Kommunikationswirtschaft ist ein wichtiges Zeichen, dass es Aufgabe der Wirtschaft ist, Sicherheit im virtuellen Raum zu schaffen. Die Kreativindustrien waren lange Einzelkämpfer gegen den wachsenden Missbrauch im Netz. Wir freuen uns, dass weitere Wirtschaftszweige angesichts der aktuellen Diskussion um das Thema Copyright auf verantwortungsvolles Handeln im Internet setzen."

Mit ihrer Kooperation wollen die beiden Verbände aufmerksam machen, dass auch das Internet gesetzlichen Auflagen unterliegt. "Der Unendlichkeit des World Wide Webs werden im Sinne der Kreativwirtschaft Grenzen gesetzt, die nun auch zum Schutz der österreichischen Werbe- und Filmwirtschaft zu etablieren sind. Rechtssystem und Online-Marketingtrends beeinflussen sich gegenseitig. Die rechtliche Bewertung der Zulassung von Kommunikation wird in der Praxis oft kontrovers diskutiert. Umso wichtiger ist der Dialog aller am Kreativprozess Beteiligten, unabhängig von einzelnen Anlassfällen. Wir wollen das Verständnis für die Möglichkeiten, Ziele und Grenzen im Online-Bereich bewusst machen" begründen Sery-Froschauer und Müller.
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