"Keine Paywall, sondern Pay per Click"
 

"Keine Paywall, sondern Pay per Click"

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Web-Auftritt von "Format" und "trend" wird teilweise kostenpflichtig

Der gemeinsame Online-Auftritt von "Format" und "trend" wird ab 2013 teilweise kostenpflichtig. Als das sogenannte "Portal für Wirtschaft und Geld" im Juni 2012 gelauncht wurde, sprach sich der Online-Ressortleiter Jochen Hahn allerdings noch gegen die Einführung eines Bezahlbereichs aus. Hahn erläutert auf Anfrage von HORIZONT die aktuellen Pläne: "Wir werden exklusiven Content direkt bezahlbar machen. Das hat nichts mit üblichen Paywalls oder Online-Abos zu tun. Es geht um 'Pay per Click', sonst steckt da nicht viel dahinter." Dementsprechend seien die laufenden Kosten gleich null und die technische Implementierung überschaubar.

Als ungefähren Start-Zeitrahmen gibt der Online-Chef das zweite Quartal 2013 an, ihm zufolge soll "nur guter, exklusiver Content" kostenpflichtig werden. Welche Inhalte diese Bezeichnung verdienen, werde die Online-Redaktion entscheiden. Fixe Preise nennt Hahn noch nicht: "Ein Artikel wird irgendwo zwischen 50 Cent und 99 Cent zu haben sein. Das Pricing steht noch nicht im Detail fest."

Grund für die Einführung des Bezahlbereichs sei nicht wie vermutet die Hoffnung auf eine neue Erlösquelle neben dem Anzeigengeschäft, sondern reine Neugierde: "Wir möchten wissen, ob und wie viele User für gute, exklusive Einzelartikel direkt bezahlen. Ein kommerzielles Konzept steckt noch nicht dahinter, wir wollen einfach dem Userverhalten auf die Spur kommen", erklärt Hahn.
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Jochen Hahn
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