Katalogversand – ein Auslaufmodell?
 

Katalogversand – ein Auslaufmodell?

IMAS Studie: Österreicher ziehen Online-Shopping deutlich vor

Im krisengebeutelten Jahr 2009 musste das Traditionsversandhaus Quelle, jahrelang einer der Marktführer im Versandhandel, Insolvenz anmelden und auch dem Unternehmen Neckermann droht dieser Tage eine mögliche Pleite. Die Bestellung von Kleidung, Haushalts-, und Elektroartikeln per Katalog – ein Auslaufmodell? Eine repräsentative Studie der Österreichischen Verbraucheranalyse vom IMAS Institut, durchgeführt im Zeitraum 2008 bis 2012, bestätigt den Trend weg vom klassischen Versandhandel, hin zum Online-Shopping.

Online-Shopping immer beliebter

Reine Onlineversandunternehmen wie etwa Amazon oder Zalando konnten sich in den vergangenen Jahren einer kontinuierlichen Zunahme an Kunden erfreuen. Seit 2008 nahm die Nutzung von Online-Shopping von 33 Prozent auf 38 Prozent deutlich zu, einzig und allein im von der Wirtschaftskrise stark betroffenen Jahr 2009 konnte ein leichter Rückgang verzeichnet werden. Besonders jüngere Altersgruppen, Männer, sowie Zugehörige höherer Bildungsschichten ziehen es immer häufiger vor, ihre Einkäufe per Mausklick von zuhause, beziehungsweise über Smartphones und Tablets zu tätigen. Vor allem jene Produkte, „die nicht unbedingt einer haptischen Prüfung durch den Kunden bedingen“, wie etwa Konzerttickets oder elektronische Geräte, würden immer häufiger über das Internet bezogen werden, so das IMAS Institut.

Deutliche Einbußen im Kataloghandel

Indessen hat der Kataloghandel mit immer größeren Einbußen und deutlichen Kundenverlusten zu kämpfen. Der Anteil an Katalogkäufern lag 2008, zu Beginn der Studie, noch bei 43 Prozent. Vier Jahre später gaben nur noch 34 Prozent der Befragten an, ihre Bestellungen über Kataloge zu tätigen. Ein klarer Trend, der Hand in Hand mit der Insolvenz der „Big Player“ im klassischen Versandhandel einherzugehen scheint.

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