Kartellrechtliche Bedenken: Ende des Safari-Z...
 
Kartellrechtliche Bedenken

Ende des Safari-Zwangs auf Apple-Geräten in Sicht

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Apple überlegt, den eigenen Nutzern mehr Wahlfreiheit bei Standard-Anwendungen wie Mail- oder Browser-Programmen zu geben.

Laut Bloombergs Mark Gurman, der in den vergangenen Jahren durch seine guten Kontakte zu Apple bereits mehrmals in Erscheinung getreten ist, überlegt Apple den eigenen Usern mehr Wahlfreiheit bei der Wahl der eigenen Standard-Programme einzuräumen. So denkt der Smartphone-Gigant darüber nach, Apps für Mail oder Browser nicht standardmäßig mit den eigenen Produkten festzulegen. Auch beim Homepod denkt der Hersteller über die Öffnung für Musikdienste von Dritten wie Spotify nach.


Der Hintergrund für diese Überlegungen seien Vorwürfe, wonach das Unternehmen seinen eigenen Diensten auf der eigenen Hardware einen unfairen Vorteil verschaffe, berichtet Bloomberg. Aktuell sind hauseigene Apps wie der Safari-Browser oder das Mail-Programm nicht ersetzbar. Das Löschen der Mail-App hat Apple seit einiger Zeit zwar ermöglicht, die Änderung von Mailto-Links (Auswahl eines Alternativprogramms) ist allerdings nicht möglich.

Apples geschlossenes System war bereits im vorigen Jahr ein Thema bei einer Anhörung eines Kartellrechtsausschusses des US-Repräsentantenhauses. Es wurde dabei die Frage diskutiert, warum iPhone-Nutzer keine alternativen Apps als Standard festlegen können.

Spotify auf dem Homepod

Zudem gibt es von Seiten Apples Überlegungen, den firmeneigenen Homepod für andere Dienste zu öffnen. Auf dem Homepod, der vor zwei Jahren gestaret wurde, kann derzeit nur Apple Music verwendet werden. Spotify hatte sich bereits 2019 im Zuge einer EU-Kartellbeschwerde gegen Apple darüber beschwert.

Eine fixe Entscheidung, ob Apple sich öffne oder nicht, ist laut Gurmann noch nicht gefallen. Wenn sich der Konzern jedoch dazu durchringen sollte, könnte die Änderungen mit dem Update auf iOS 14 in Kraft treten.

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