journi: Neue App für Urlaubs-Highlights
 

journi: Neue App für Urlaubs-Highlights

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Das ehemalige Wiener Start-up miavia wagt einen Neustart: Mit einer mobilen Applikation sollen User ihre Urlaubserfahrungen einfach via Smartphone festhalten und mit anderen teilen können

Ein digitales Reisetagebuch mit Fotos und kurzen Texten unterwegs offline gestalten und online mit Gleichgesinnten teilen können: Das will das ehemalige Wiener Start-up miavia unter neuer Brand und mit neuer Smartphone-App (gratis für iPhone, Android in Arbeit) bieten. Die journi getaufte Software soll prinzipiell kostenlos bleiben, die noch zu etablierenden Einnahmequellen sehen nach jetzigem Plan das Freemium-Modell vor: Für Premium-Funktionen wie Videos, Suchfunktion oder mehr Speicherplatz wollen die Macher künftig Geld verlangen.

„Uns persönlich gefällt der Gedanke, später mal seine journis auf Knopfdruck in ein Fotobuch zu verwandeln“, sagt Gründer Andreas Röttl über weitere Finanzierungspläne zu HORIZONT. Von anderen Blog-Systemen wie Wordpress oder Tumblr will sich journi abgrenzen. „Wir fokussieren auf das Bedürfnis, dass die User offline arbeiten können und dabei so wenig wie möglich tun müssen“, sagt Röttl. „Das Stichwort ist Automatisierung und Effizienz.“

Kleines Team geht auf Tuchfühlung


Als Konkurrenz sieht er Wordpress und Co. aber nicht. So wie Instagram-Bilder sollen journi-Reiseberichte einfach in größere Blogs integriert werden können. Um die neue App bekannt zu machen, setzt das Start-up mit derzeit fünf Teammitgliedern auf die direkte Ansprache von Reisebloggern wie auch Offline-Aktivitäten: „Wir gehen auf die Straße, reden mit Touristen vor Schönbrunn, gehen in Hostels, um mit Backpackern zu quatschen“, sagt Röttl, der auf virale Verbreitung hofft. „Wenn wir einen User bekommen, bekommen wir durch ihn weitere neue User. Die App ist von Anfang an so gebaut worden, das sie als Multiplikator fungiert.“

Der Markenwechsel zu journi sei notwendig gewesen, weil miavia im so wichtigen englischsprachigen Markt immer falsch ausgesprochen und nicht wie erhofft mit Reisen assoziiert wurde.
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