,Jedem Depp seine App'
 

,Jedem Depp seine App'

Mobile Monday: Vor 220 Zuhörern diskutierte man die Frage: App oder mobile Web - oder beides?

Die wenigsten der Top 100 Unternehmen in Österreich haben eigene Apps. Ob dies gut oder schlecht ist, darüber disktuierte Alexander Reiberger (Agentur Fonda), Olaf Nitz (Österreich Werbung), Peter Steinberger, selbständiger App-Entwickler und Martin-Hannes Giesswein (Nokia) am 21. März beim Mobile Monday im Naturhistorischen Museum vor etwa 220 Zuhörern. Ein neuer Rekord für den Mobile Monday.
Mit den Worten "Jedem Depp seine App" eröffnet Reiberger, die Diskussionsrunde, doch seine Studie zur Lage der mobilen Nation überrascht: Nur 17 der Top 100 Unternehmen Österreichs hatten im letzten Herbst eigene Apps. Apps weil der CEO ein Tablet hat?Gegen den Vorwurf, dass Firmen oft Apps in Auftrag geben weil der CEO zu Weihnachten ein Tablet Device bekommen hat, weiß Peter Steinberger, seines Zeichens iOs App Developer, einiges entgegenzusetzen: "Gut gemachte Apps sind durchaus eine Bereicherung. Sie punkten mit einfacher Handhabung und einer ansprechenderen User Experience als mobile Websiten. Das könnte wichtig sein, um Spiele umzusetzen oder Funktionen des Handys wie zum Beispiel die Kamera zu nutzen." Neben der besseren Nutzbarkeit, lässt sich um eine App auch besseres Marketing machen als um einen mobile Web Link. Durch die Auffindbarkeit im App Store generiert man automatisch Nutzer, hingegen weiß niemand, wo man nach einer mobilen Website suchen soll. Ebenso unklar bleibt die Frage wie man mit mobilen Websites Geld verdient, App Geschäftsmodelle sind jedoch bekannt.Trotzdem warnt der App Developer Steinberger vor einem gängigen Denkfehler: "Nicht jede Webseite braucht gleich eine App." Denn: Angeblich ist die meistgenutzte App am Handy immer noch der Browser, tönt es von der Twitterwall des MobileMondays. "Apps müssen für jedes gängige Betriebssystem neu erstellt werden, als Unternehmer muss man sich das erst mal leisten können. Auch die Wartung ist viel intensiver. Hingegen kann ich mit einer einzigen mobilen Website jedes Smartphone sofort erreichen", weiß Olaf Nitz von Österreich Werbung aus eigener Erfahrung: "Ist mir also ein bisschen bessere User Experience auch wirklich vier Mal mehr Kosten wert?"Und dann gibt's ja noch das neue HTML5: "Die angesprochenen Vorteile von Apps in Sachen Nutzbarkeit verschwimmen mit HTML5 zunehmend", erklärt Reiberger, der das mobile Web als Pflicht für jedes Unternehmen sieht. Leider gibt es aber auch hier viel Aufholbedarf, denn 40 der untersuchten Top 100 Unternehmen in Österreich weisen noch schwere Mängel auf. Die Lösung bieten möglicherweise hybride Apps, die mit einer Kombination aus Web und App vergleichsweise weniger Kosten erzeugen als native Programmierungen. Nokia hat diesen Trend bereits erkannt, behauptete zumindest Martin-Hannes Giesswein von Nokia: "Mit unserer Entwicklungsplattform Qt kann man auch hybride Apps programmieren, die die Vorteile der Apps mit der Aktualität und Informationsvielfalt von mobilen Webinhalten verbindet. Nokia entwickelt die mobilen Browser permanent weiter und ermöglicht die Verwendung aller Standards wie z.B. Flash und HTML5."Wer bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnte, der bekommt auf der Website des Mobile Monday per Video das Wichtigste in Kürzer serviert.

Für Interessierte
Nokia gibt drei Wochen nach dem MobileMonday Interessierten die Möglichkeit beim Nokia Deep Dive noch tiefer ins Thema einzutauchen mit einem Über- und Ausblick zu Ovi Ecosystem, Services und Betriebssystem: 14. April 2011 um 18.30 Uhr. Registrierung per Mail an nokia.at@grayling.com.


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