Instagram-Werbung soll 2015 in Österreich sta...
 

Instagram-Werbung soll 2015 in Österreich starten

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Exklusiv: Die Facebook-Tochter will dieses Jahr seine "Sponsored Posts" auch hierzulande anbieten - laut Social Media Radar 780.000 heimische Accounts - Instagram-Werbung greift auf Facebook-Daten zurück

Im Rahmen eines Interviews auf der Konferenz Marketing Rockstars mit Clive Ryan, der bei Facebook als Regional Director für Marketing Solutions zuständig ist und außerdem Marketingagenden für die Facebook-Töchter Instagram, WhatsApp und Oculus Rift über hat, hat HORIZONT in Erfahrung gebracht, dass Instagram-Werbung 2015 nach Österreich kommen soll. "Es gibt keinen Grund, es nicht schon zu machen, aber wir wollen sicherstellen, dass wir die Experience sowohl für die User als auch die Werber richtig umsetzen", so Ryan im HORIZONT-Gespräch. "Österreich wird Instagram-Werbung sehr bald bekommen, wir sind uns ziemlich sicher, dass sie noch vor Jahresende startet."

Instagram-Werbung, die User als gesponserte Posts zu sehen bekommen, ist Mitte April in Deutschland gestartet und außerdem in den USA, Großbritannien, Australien und Brasilien verfügbar. In Deutschland steht die Werbemöglichkeit allerdings nicht jedem Advertiser zur Verfügung, sondern Unternehmen, die bei Instagram bereits erfolgreich unterwegs sind, also bereits über viele Follower verfügen. Dazu zählen etwa Marken wie Zalando, Samsung und Porsche. Die Beschränkung auf ausgesuchte Werbepartner soll in Deutschland, wie HORIZONT in Erfahrung brachte, bis auf weiteres bestehen bleiben, um die Qualität der Ads zu sichern.

780.000 Accounts in Österreich


Dem Social Media Radar der Digitalagentur Digital Affairs (eine Tochter von Vice) zufolge soll es in Österreich 780.000 Instagram-Accounts geben. 54 Prozent der heimischen Nutzer sind der Webseite zufolge weiblich, etwa 40 Prozent zwischen 20 und 29 Jahren alt. Zum Vergleich: Facebook hat dem Social Media Radar zufolge 3,4 Millionen Nutzer in Österreich. Diese Daten stammen aus dem Ad Planner von Facebook, sind also mit etwas Vorsicht zu genießen.

Generell stehen Werbern verschiedene Möglichkeiten auf Instagram zur Verfügung. Neben Bildsujets und Werbeclips sind auch so genannte Carousel Ads möglich, bei denen mit Bildergalerien kurze Stories erzählt werden können. Im Unterschied zum Normalnutzer haben Werber in den Ads auch die Möglichkeit, auf externe Webseiten/Landing Pages zu verlinken, um den User aus der Instagram-App z.B. in einem mobil optimierten Online-Shop weiterzuleiten.

Aus Datenschutzsicht kontrovers ist Instagram-Werbung, weil die Facebook-Tochter beim Targeting auf Nutzerdaten aus dem Social Network zurückgreift und so an demografische Daten und Informationen zu den Interessen gelangt (Voraussetzung: Der User hat seinen Instagram-Account mit dem Facebook-Account verknüpft). Nutzer können die Ads liken und kommentieren, bei Missfallen können sie sie auch ausblenden und Feedback geben, warum ihnen die Anzeige nicht gefällt.

Ein ausführliches Interview mit Clive Ryan von Facebook lesen Sie kommende Woche in HORIZONT-Ausgabe 22. Hier geht es zu den Abos.
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