Infrastrukturreport: Hoher IT-Fachkräftemange...
 
Infrastrukturreport

Hoher IT-Fachkräftemangel in Unternehmen

Strasnik
Alfred Harl, Obmann des Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich, sieht einen tiefgreifenden und flächendeckenden Informatikunterricht in allen österreichischen Schulen ab der ersten Schulstufe als Muss.
Alfred Harl, Obmann des Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich, sieht einen tiefgreifenden und flächendeckenden Informatikunterricht in allen österreichischen Schulen ab der ersten Schulstufe als Muss.

In Österreich fehlen bis zu 10.000 Fachkräfte im IT-Bereich. Der Report der Initiative Future Business Austria unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung der heimischen IT-Berater für mehr Cybersicherheit sowie die Rolle des Breitband-Ausbaus.

Gibt es ausreichend Fachkräfte im Telekommunikations- und Informationstechnologiebereich? Fast 60 Prozent der österreichischen Manager sagen im neuen Österreichischen Infrastrukturreport 2021 der Initiative Future Business Austria (FBA) klar: „Nein.“ Die leichte Verbesserung um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeigt zwar, dass die gesetzten Maßnahmen für mehr IT-Fachkräfte wirksam werden, der Handlungsbedarf bleibe jedoch weiter erheblich.


91 Prozent fordern daher, dass der Fachkräftemangel im IT-Bereich dringend gelöst werden muss. „Dies unterstreicht einmal mehr, dass Österreich seine Bemühungen intensivieren muss, um den Betrieben die IT-Fachkräfte zu sichern, die wir gerade jetzt für Wachstum und Wertschöpfung in Österreich brauchen“, betont Alfred Harl, Obmann des Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich.

Informatikunterricht in die Volksschule

93 Prozent der befragten Manager wünschen sich mehr Forschungs- und Entwicklungsförderungen für Digitalisierung in Unternehmen. 91 Prozent mahnen die Förderung der IT-Fachkräfteausbildung ein. Und 40 Prozent fordern, dass niemand das Schulsystem verlassen soll, ohne eine Programmiersprache erlernt zu haben. Für Harl seien die Schüler von heute die IT-Fachkräfte von morgen. „Ein tiefgreifender und flächendeckender Informatikunterricht in allen österreichischen Schulen ab der ersten Schulstufe ist daher ein Muss.“

Forderung nach 'starker Breitband-Infrastruktur'

Der Report unterstreicht auch die wachsende Bedeutung des Know-how der heimischen IT-Berater für mehr Cybersicherheit. 88 Prozent der Befragten fordern, dass Österreich seine Cybersicherheitsaktivitäten verstärkt und noch enger koordiniert. Für Harl ist klar: „Ein erfolgreicher digitaler Standort Österreich braucht ausreichend IT-Fachkräfte und eine starke Breitband-Infrastruktur. Umso erfreulicher ist die heutige Zusage von Bundesministerin Köstinger, 102 Mllionen Euro Förderungen für Breitbandausbau freizugeben.“ Je rascher man diese Voraussetzungen schaffe, desto besser sei das Wachstum und der Wohlstand in Österreich.

Schub für die Produktivitätssteigerung

Der aktuelle Report zeigt laut UBIT auch, wie entscheidend Investitionen in Breitband und Digitalisierung Breitbandausbau für den österreichischen Wirtschaftsstandort sind: 79 Prozent der Befragten befürchten, dass dadurch der Wirtschaftsstandort zurückbleiben würde. Zudem sehen sie die Gefahr, dass Arbeitsplätze verloren gehen (38 Prozent) und der Technologiefortschritt gehemmt werden (20 Prozent) könnten.

Dass digitale Anwendungen einen Schub für die Produktivitätssteigerung am Standort Österreich bringen können, ist für die befragten Manager klar. Sie geben die erwartete Produktivitätssteigerung durch den Einsatz neuer digitaler Anwendungen mit 14,2 Prozent an. Umgelegt auf das BIP 2019 ist das ein Produktivitätsgewinn von rund 56,61 Milliarden Euro. „In Relation zu den mit zehn Milliarden Euro veranschlagten Kosten für den Breitbandausbau rechnen sich diese Investitionen deutlich. Jeder investierte Euro bringt einen fast sechsfachen Wertschöpfungseffekt“, bilanziert der Herausgeber des Österreichischen Infrastrukturreports, David Ungar-Klein.

 

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