Höhere Erinnerung an Marken durch Second Scre...
 

Höhere Erinnerung an Marken durch Second Screen

Fotolia/Keddy
Immer mehr Menschen schauen beim fernsehen auf ihr Smartphone.
Immer mehr Menschen schauen beim fernsehen auf ihr Smartphone.

Menschen können sich besser an Marken erinnern, deren Werbung sie in TV und am Second Screen gesehen habe. Einen Einfluss auf die Kaufwahrscheinlichkeit konnte eine neue Studie der FH St. Pölten dagegen nicht nachweisen.

Wenn Menschen Fernsehen schauen, nutzen sie immer öfters auch ihr Smartphone oder Tablet und surfen im Internet. Dieser Fakt ist seit einiger Zeit bekannt. Eine Studie des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung der Fachhochschule St. Pölten in Kooperation mit IPG Mediabrands hat nun den Einfluss von Second Screens auf die Werbewirkung untersucht. 

Das Ergebnis: Wer Werbung gleichzeitig im Fernsehen und auf mobilen Endgeräten betrachtet, erinnert sich besser an Marken und beurteilt sie positiver. Die an der Studie beteiligten Testpersonen konnten sich nicht nur verstärkt an Marken erinnern, sondern auch daran, sie im Fernsehen gesehen zu haben. "Die zeitlich abgestimmte Werbemittelausspielung über mobile Endgeräte zeigte somit positive Effekte auf die TV-Werbewirkung", heißt es in einer Aussendung der FH St. Pölten. Nicht belegen konnte die Studie allerdings eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit von bestimmten Marken.

Für die Werber ist das Thema Second Screen nach wie vor ein sehr wichtiges. "Dieses Thema beschäftigt uns auf alle Fälle stark. Wichtig ist vor allem, dass die im TV abgegebene Werbebotschaft auch auf der Homepage zum gleichen Zeitpunkt erlebbar ist", sagte XXXLutz-Sprecher Thomas Saliger im Juli gegenüber HORIZONT. 

Joachim Feher, Geschäftsführer MediaCom, betonte damals die grundsätzlichen Vorteile des Second Screens: "Der Weg zur Marke ist durch den Second Screen immens verkürzt, das geht irre schnell." Zudem sei das Zappingverhalten der TV-Zuschauer dadurch zurückgegangen. "Früher wurde in der Werbepause schnell gezappt, heute schauen die Menschen eher auf ihr Smartphone oder Tablet. Allein dadurch profitiert schon jeder Werbespot." Zwar bekomme man nicht alles hundertprozentig mit, viele Botschaften würden aber im Unterbewusstsein der Zuschauer landen, betont Feher. 
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