Gesichtserkennung im öffentlichen Raum: EU er...
 

Gesichtserkennung im öffentlichen Raum: EU erwägt temporäres Verbot

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Ausnahmen des temporären Verbots könnten aus Gründen der Sicherheit und für Forschung sowie Entwicklung gemacht werden.
Ausnahmen des temporären Verbots könnten aus Gründen der Sicherheit und für Forschung sowie Entwicklung gemacht werden.

Die Europäische Kommission prüft ein vorübergehendes Verbot von Gesichtserkennungslösungen im öffentlichen Raum, um die gesellschaftliche Wirkung sowie die möglichen Risiken der Technologie zu ermitteln.

Die EU-Kommission plant offenbar ein Moratorium von drei bis fünf Jahren, in dem der Einsatz von Gesichtserkennungssystemen im öffentlichen Raum zeitweise ausgesetzt werden soll. Dies geht aus einem internen Dokument über den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) hervor, der gegen Ende Februar veröffentlicht werden soll. Das temporäre Verbot würde den Gesetzgebern Zeit geben, mögliche Gefahren der KI-Systeme abzuschätzen.

Dabei geht es auch um die Frage, wie der KI-Sektor in Europa gestärkt werden kann. Um den Investitionsrückstand mit den USA und Asien aufzuholen, müssten auch in der EU mehr Gelder in den Forschungsbereich fließen, heißt es in dem Dokument. Außerdem wird hervorgehoben, dass gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) keine Entscheidungen über EU-Bürger getroffen werden dürfen, die ausschließlich auf automatisierter Verarbeitung basieren.

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