"Ganz offen gesagt": Neuer Podcast für Politi...
 

"Ganz offen gesagt": Neuer Podcast für Politikinteressierte gestartet

Privat (3), Ian Ehm
Die vier Journalisten hinter „Ganz Offen Gesagt“ (von l. n. r.): Sebastian Krause, Veronika Dolna, Eva Weissenberger und Julia Ortner
Die vier Journalisten hinter „Ganz Offen Gesagt“ (von l. n. r.): Sebastian Krause, Veronika Dolna, Eva Weissenberger und Julia Ortner

Veronika Dolna, Sebastian Krause, Julia Ortner und Eva Weissenberger wollen als Alternative zu klassischen Interviews das politische Gespräch pflegen.

"Alle machen Podcasts - nur in Österreich kaum jemand" - so beschreiben die vier Journalisten Veronika Dolna, Sebastian Krause, Julia Ortner und Eva Weissenberger ihre Motivation für ihr neues Projekt. Ab sofort möchte das Quartett mit "News"-Konnex in seinem Podcast "Ganz offen gesagt" ein Angebot für Politikinteressierte schaffen. Einmal in der Woche soll es Gespräche mit Expertinnen und Experten zu nationalen und internationalen politischen Themen geben.

Besonders wichtig ist dabei der Gesprächs-Charakter, wie Julia Ortner im Gespräch mit dem HORIZONT betont: "Konfrontative Interviews gibt es schon genug - uns geht es darum, das politische Gespräch zu pflegen und uns von klassischen medialen Konzepten abzugrenzen." Schon vor gut einem Jahre spielten Dolna und Krause mit der Idee eines Podcasts, das nötige Know-How steuerte Experte Dieter Zirnig (unter anderem neuwal.com) bei. Mit ihm gab es schon im "News"-Rahmen immer wieder gemeinsame Projekte, bis es schlussendlich hieß: "Dieter, wollen wir uns da zusammentun?". Vom Ergebnis kann man sich nun in der ersten Ausgabe zum Thema "Kränkung und Verletzung in der Welt der Politik" überzeugen.

Sehr viel Wert legen die vier Journalisten auf Transparenz: So wird zu Beginn jeder Folge dargelegt, in welchem Verhältnis die Gesprächsteilnehmer persönlich zueinander stehen und welcher möglicherweise relevanten Payroll die Gesprächspartner stehen. Dabei soll das Projekt nicht auf die aktuelle Wahlkampfzeit beschränkt bleiben. "Wir sehen das längerfristig", meint Ortner. Im Hinblick auf erfolgreiche Podcasts auf dem US-Markt soll es mittel- bis langfristig auch eine kommerzielle Perspektive geben.

Derzeit will man sich aber nicht unter Erfolgsdruck setzen und an objektiv überprüfbaren Zielen messen lassen. "Uns geht es darum, ob sich Leute das anhören und um das Feedback. Derzeit läuft es ganz gut - wir bekommen auch positive Reaktionen von Menschen, die wir nicht kennen", so Ortner. Im Vordergrund stehe jetzt, dieses journalistische Projekt zu etablieren. Dabei muss es auch nicht unbedingt bei der derzeitigen Teamgröße bleiben - Neuzugängen gegenüber wäre man offen, meint Ortner - "wenn jemand kommt, den wir leiwand finden."





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