Für funktionierenden Wettbewerb: RTR entwicke...
 
Für funktionierenden Wettbewerb

RTR entwickelt Monitoring-System für Digitalanbieter und 'Gatekeeper im Internet'

APA_AFP
Erste Ergebnisse zu Kommunikationsdiensten soll es noch heuer geben.
Erste Ergebnisse zu Kommunikationsdiensten soll es noch heuer geben.

Der Telekomregulator hat dazu ein Methodenpapier erarbeitet.

Das Monitoring-Papier hat für Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post (RTR FB TKP) einen "wesentlicher Aspekt digitaler Märkte" ins Licht gerückt: "Wenige Digitalkonzerne beherrschen den digitalen Raum und bringen traditionelle Kommunikationsdienste und die Wahlmöglichkeiten für Dienste von Kunden zunehmend in Bedrängnis. Der Wettbewerb schwächelt in Teilen, und der Zugang zu Diensten im Internet ist mehr fremdbestimmt und eingeschränkt, als wir alle wahrhaben wollen".


Daher sei man gerade als Telekomregulator gemeinsam mit anderen Wettbewerbshütern aufgerufen, ein Auge auf die digitalen Anbieter zu werfen, "um auch in Zukunft einen funktionierenden Wettbewerb sicherzustellen". Denn: "Die letzten Wochen von Corona bedingtem Home Living und Social Distancing haben bewiesen: Digitalisierung wird gesamtgesellschaftlich in Zukunft eine noch wichtigere Rolle als bisher spielen", so Steinmaurer.

'Verbesserter Ordnungs­rahmen für digitale Märkte'

Das vorliegende Methodenpapier bildet das Fundament für den Aufbau eines RTR-Monitoring-Systems von Digitalanbietern und Gatekeepern des Internets, wie etwa App Stores, Suchmaschinen oder Personal Assistants. Außerdem soll es auf breiterer Basis die 2019 veröffentlichte RTR-Studie „Zur Offenheit des Internets: Betriebssysteme, Apps und App Stores“ fortführen.

Erste Ergebnisse zu Kommunikationsdiensten soll es noch heuer geben. Dabei arbeitet der Telekomregulator laut eigenen Angaben eng mit anderen Behörden, wie etwa der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), zusammen. Mit dieser wurde bereits vergangenen Herbst eine ‚Task Force Plattformen‘ ins Leben gerufen haben. Die BWB könne die RTR-Analysen bei Bedarf für ihre weiterführende Sacharbeit nutzen, betont Steinmaurer. "Das ist ein Schritt in Richtung eines verbesserten Ordnungs­rahmens für digitale Märkte, wie er etwa mit der Platform-to-Business-Regulierung begonnen wurde und der in den nächsten Wochen mit dem zu erwartenden Entwurf des Digital Services Act der Europäischen Kommission fortgesetzt wird. Ein verstärktes Monitoring wesentlicher Plattformen und Gatekeeper ist dabei jedenfalls nötig".

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