Folyo und Sony tracken Außenwerbung via GPS
 

Folyo und Sony tracken Außenwerbung via GPS

Folyo GmbH

Gebrandete Autos machen Außenwerbung messbar. Die Experten der Agentur Folyo erklären, wie das funktioniert.

Um den Kinofilm „Girls‘ Night Out“ mit Scarlett Johansson zu bewerben, setzte der Filmverleiher Sony Pictures gemeinsam mit seiner Mediaagentur OMD auf eine ungewöhnliche Form der Außenwerbung: Auffällig gebrandete Fahrzeuge, über die der Auftraggeber während der zweiwöchigen Kampagne in einem Dashboard in Echtzeit verfolgen konnte, wo sich die Fahrzeuge gerade befinden - und wie viele Kontaktchancen die Flotte zu jedem Zeitpunkt generiert hatte, also wie viele Menschen die Chance hatten, die Werbung auf den Fahrzeugen auch zu sehen.

Möglich ist dies durch die integrierte Nutzung von GPS- bzw. Mobilfunkdaten der Fahrzeuge und der umstehenden Passanten, heißt es vom dahinterstehenden Außenwerbespezialisten Foylo. "Die Kontrolle der Kampagne in Echtzeit über das Dashboard ist natürlich ein Highlight gewesen und greift sicher einem Trend voraus, der die Zukunft der Außenwerbung bereits jetzt spiegelt", sagt Eva Pech, Senior Client Service Manager OMD, zu den von Folyo entwickelten Möglichkeiten: "Es gibt uns als Agentur die Möglichkeit, währenddessen die Performance der Kampagne zu sehen und gegebenenfalls zu agieren und nicht nach Ablauf der Kampagne vor vollendeten Tatsachen zu stehen.“

Impressions bei der Außenwerbung kaufen

Neu bei Folyo ist auch, dass man, wie in der Online-Werbung, nun auch in der Außenwerbung als Kunden Impressions einkaufen kann und nur diese auch bezahlen muss.

Sabine Witura, Marketing Manager Sony Pictures, über das neue Abrechnungsmodell: „Während Outdoor-Kampagnen bis jetzt immer sehr klassisch gebucht wurden, mit fixen Kosten für Miete, Media, etc., geht Folyo einen neuen Weg und verrechnet nach gebuchten Impressions, wie wir es bereits aus den digitalen Kampagnen kennen. Da auch nur die erzielten Kontakte verrechnet werden, gibt das dem Kunden eine zusätzliche Sicherheit.“

Laut Folyo-Gründer und CEO Manuel Klabacher ist sein Tool "das perfekte messbare Tool für Zielkampagnen wie Events und Openings sowie auch für langfristige Imagekampagnen“.

Knackpunkt Datenschutz

Datenschutz-Sorgen um die Mobilfunk-Daten der umstehenden Passanten muss man auch nicht haben, wie es von Folyo auf Anfrage von HORIZONT heißt: "Datenschutz sowie der Schutz der Persönlichkeitsrechte steht bei uns an oberster Stelle, daher sind sämtliche Mobilfunkdaten die wir beziehen natürlich anonymisiert, wir sehen daher nicht wer sich dahinter verbirgt, sondern kommunizieren nur die in Echtzeit gemessene Anzahl der möglichen Sichtkontakte." Und die GPS-Daten würden nur von den Autos der Partner-Flotte erhoben, mit denen es einen entsprechenden Vertrag gibt.
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