Focus November 2013: nominell +4,2 Prozent
 

Focus November 2013: nominell +4,2 Prozent

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Focus November: Achtbare nominelle +4,2 Prozent Brutto-Volumenwachstum – Bilanz Jänner bis November bei nominell +4,8 Prozent – nur Online und TV wachsen zweistellig

Für den November bilanziert Werbemarktanalyst Focus Media Research ein Wachstum des Brutto-Werbevolumens von +4,2 Prozent, die klassischen Werbeträger legen um nominell +3,6 Prozent zu. Allerdings muss mit Rückschau auf den November 2012 eingeräumt werden: Dieses Wachstum kommt aus einer Talsohle - vor über einem Jahr bilanzierte der November 2012 mit nominell -2,6 Prozent (Klassik: +2,5 Prozent - das war bei einem Mediaindex 2012 von allemal 3,3 Prozent ein kräftiges Minus). 2013 liegt der Mediaindex - also die Listenpreissteigerungen - bei nur 1,2 Prozent.

Somit liegt der Monat November nur knapp unter dem kumulierten Ergebnis der ersten elf Monate des Jahres - der Gesamtmarkt wächst von Jänner bis November um nominell +4,8 Prozent, das Volumen der klassischen Werbeträger sogar um nominell +5,8 Prozent (dabei ist zu anzumerken, dass einmal die Außenwerbung in der Vergleichsrechnung nicht berücksichtigt ist - wegen der sich auch auf das Pricing niederschlagenden Umstellung auf den Outdoor-Server-Austria mit Jahresbeginn 2013.

Ein Blick auf die Daten im Vergleichszeitraum 2012 allerdings macht klar - die Außenwerber liegen 2013 in etwa beim Volumen aus 2012. Zweitens zu berücksichtigen: Seit Oktober ist die Melderunde der 24 "Onliner" leider nicht ganz vollständig - was im August und September zu einem - vorläufigen - kräftigen Minus bei Online führte. Heißt andersrum: Mit den Jahresdaten sollte das vollständig sein, Online könnte jenseits der 15-Prozent-Plus-Marke landen).

Seite 2: "Winner" und "Loser" - und der Termin Jahresbilanz 2013 und Werbebarometer 2014.

Winner: Online und TV

In der Elf-Monats-Kumulation stechen zwei Werbeträger einmal mehr hervor: Ganz vorne Online mit einem nominellen Wachstum von +18,8 Prozent (die Focus Melderunde von 24 Sitebetreibern und Vermarktern meldet Display-, Bewegtbild- und Mobile-Umsätze) sowie die "Gelben Seiten" (da ist Herold auch mit Online-Umsätzen dabei) mit nominell +11,1 Prozent.

TV legt um exakt nominell +10,0 Prozent zu - und der Besonderheit, dass 2013 das Brutto-Volumen des ORF-TV stärker wächst als jenes der Privaten: Die ORF-Sender (inklusive ORF III und ORF sport +, die Focus seit 2012 ausweist) legen um nominell +11,5 Prozent zu, die Privaten "nur" nominell +9,2 Prozent - bewegen jedoch mit Brutto 515 Millionen Euro fast das doppelte Werbevolumen als die ORF-Sender.

Ebenfalls deutlich über dem Marktschnitt performen Zeitungsbeilagen (nominell +8,1 Prozent), Kino (nominell +7,4 Prozent), Hörfunk Private mit nominell +6,2 Prozent sowie mit Abstrich Direct Mails (nominell +5,6 Prozent).

"Nur" nominell +2,0 Prozent für Print wäre bereinigt um den Mediaindex eine glatte Null-Linie - die Tageszeitungen und Regionalen Wochenzeitungen sind mit nominell +3,0 Prozent respektive nominell +4,2 Prozent gerade noch im Plus. Allerdings sollte es den Tageszeitungen locker gelingen, die Rekordmarke von brutto einer Milliarde Werbevolumen aus 2012 auch 2013 zu erreichen, wenn schon nicht zu überspringen - womit die Tageszeitungen, was das Brutto-Werbevolumen anbetrifft, auch 2013 mit Abstand - fast das doppelte Volumen - größter einzelner Werbeträger vor Privat-TV wären.

Loser: ORF-Radio, Magazine, Prospekt

Nominell +0,5 Prozent für die Fachzeitschriften ist, bereinigt um den Mediaindex, bereits ein Volumen-Minus. Jeweils nominell um 2,5 Prozent schrumpft das Werbevolumen der ORF-Radios und der Illustrierten und Magazine; um nominell 1,9 Prozent geht das Prospektvolumen zurück.

Fazit:

Der Werbedruck bewegt sich auch 2013 auf einem absoluten Rekordniveau - was allerdings nur sehr bedingt über die Entwicklung der realen Gelder aussagt. Das reale Volumen dürfte seit dem Krisenjahr 2009 nur leicht gewachsen sein, Verschiebungen zugunsten von TV und namentlich - bei nach wie vor überschaubarem absolutem Anteil zwischen fünf und 15 Prozent am realen Gesamtvolumen - in Online-Aktivitäten sind die Impulsgeber.

Am 4. Februar präsentiert Focus Media Research mit den Dezember-2013-Daten die Jahresbilanz 2013 und das erste Werbebarometer 2014.
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