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FH St. Pölten: Tool für rechtssichere Onlinedaten-Nutzung

Katarina Balgavy

Im Projekt DALICC (Data Licenses Clearance Center) entwickelt die FH St. Pölten gemeinsam mit Projektpartnern eine Software, die bei der Wiederverwendung von Daten aus dem Internet unterstützt: Rechtskonflikte rund um Lizenzen sollen automatisch erkannt und der Zeitaufwand der Rechteklärung damit erheblich reduziert werden.

Moderne IT-Anwendung beziehen zunehmend Daten aus verschiedensten Quellen, darunter auch frei zugängliche Daten aus dem Internet. Die damit verbundene Rechteklärung ist meist eine zeit- und kostenintensive Herausforderung. Im Rahmen des Projekts soll nun eine LegalTech-Software entwickelt werden, die Rechtsexperten, Innovationsmanagern und Anwendungsentwicklern bei der rechtssicheren Wiederverwendung und Kombination von Daten und Software unterstützt. Die Software ist nun in einer öffentlichen Beta-Version verfügbar.

„Die DALICC-Software ermöglicht die automatische und damit zeitsparende Identifikation von faktischen und potentiellen Kompatibilitätskonflikten zwischen unterschiedlichen Lizenzen und trägt damit zu einer signifikanten Verbesserung und Kostenreduktion in der Rechteklärung bei“, erklärt Tassilo Pellegrini, Dozent im Department Medien und Wirtschaft der FH St. Pölten und Leiter des Projekts. Partner im Projekt sind neben der FH St. Pölten die Wirtschaftsuniversität Wien, die Universität Innsbruck, die „Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte OG“ und die Semantic Web Company GmbH. 

Von Lizenzerstellung bis Konfliktlösung

Die Software hinter dem DALICC-Service besteht aus vier Modulen: Der „Lizenzverfasser“ erlaubt das Erstellen von Lizenzen, unter denen ein Werk der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden soll. DALICC bietet diese Lizenzen sowohl in menschenlesbarer als auch maschinenverarbeitbarer Form an. Zweitens: Die „Lizenzbibliothek“ erlaubt es, aus einem großen Pool an Standard-Lizenzen auszuwählen, ohne dass Nutzer den Umweg über den „Lizenzverfasser“ gehen müssen. Der „Lizenzannotator“ ermöglicht Benutzern weiters, die gewünschte Lizenz an ein Werk „anzuhängen“. Und schließlich prüft der „Lizenzverhandler“ die Kompatibilität von Lizenzen, sofern ein Werk aus unterschiedlichen Lizenzen besteht.  

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