Fernsehsurfen
 

Fernsehsurfen

Der Chiphersteller Intel versucht sich nach einem gescheitertem Versuch erneut in der Unterhaltungselektronik .

Für den Chiphersteller Intel, der traditionell Prozessoren für die Computerindustrie fertigt, ist der Vorstoß in den Markt der Consumer Electronics bereits der zweite Versuch. Vor einigen Jahren hatte das Unternehmen mit der Chip-Plattform "ViiV" einen ersten Anlauf gestartet, in diesem Markt Fuß zu fassen. Intel wollte mit einem ViiV-Logo zudem garantieren, dass entsprechend gekennzeichnete Geräte wie Fernseher, DVD-Player oder Mediaplayer bestimmten Anforderungen genügen. Es gelang jedoch nicht, die großen Elektronik-Hersteller zu überzeugen. Ende vergangenen Jahres stellte Intel schließlich sein ViiV-Programm komplett ein.


Nun wagt Intel gemeinsam mit Yahoo! einen neuen Versuch. Yahoo! steuert die so genannten "TV-Widgets" bei, über die der Fernsehzuschauer am TV-Gerät zum Beispiel auf aktuelle Informationen aus dem Netz wie Börsenkurse, Wettervorschau und Nachrichten zugreifen oder auch das Online-Auktionshaus eBay oder die Videoplattform YouTube nutzen kann. Als erste Partner aus der Unterhaltungselektronik werden Samsung und Toshiba voraussichtlich noch in diesem Jahr TV-Geräte mit dieser Funktion vermarkten, so Intel-Manager Eric Kim.



Die Inhalte werden über die Software von Yahoo! aus dem Netz gesammelt und lassen sich dann über eine Bedienleiste am Fernseher ansteuern. Die Software läuft auf Intels neuem Prozessor CE 3100 (Codename Canmore). Canmore unterstützt Videos in HD-Auflösung, Audio sowie zwei- und drei-D-Grafiken. Dadurch sollen es Hersteller deutlich leichter haben, nternet-Inhalte und andere Multimedia-Funktionen auf ihren Geräten zu integrieren.



(Quelle: APA/dpa)

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