Fachhochschule: FHWien führt gesamtes Sommers...
 
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FHWien führt gesamtes Sommersemester online durch

FH Wien der WKW
Zu Hause zu Lernen statt im TV-Studio der FH Wien: Die Fachhochschule hat komplett auf Distance Learning umgestellt.
Zu Hause zu Lernen statt im TV-Studio der FH Wien: Die Fachhochschule hat komplett auf Distance Learning umgestellt.

Komplette Umstellung auf Distance Learning. 15 Jahre Erfahrung mit E-Learning erleichterten den Umstieg.

Die FHWien der WKW hat alle Bachelor- und Master-Studiengänge sowie akademischen Weiterbildungsprogramme auf Onlinebetrieb umgestellt. Bis zum Ende des Sommersemesters 2020 wird die gesamte Lehre mittels Distance Learning durchgeführt. Die auf Management und Kommunikation spezialisierte Fachhochschule verfügt über 15 Jahre Erfahrung im Bereich E-Learning und über die notwendigen technischen Voraussetzungen.

Am 10. März wurden alle Präsenz-Lehrveranstaltungen eingestellt. „Die Umstellung auf flächendeckendes Distance Learning war für unsere Fachhochschule ein Kraftakt, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unseren vielen externen Lehrenden alles abverlangt hat“, erklärt Michael Heritsch, CEO der FHWien der WKW.

15 Jahre Erfahrung mit E-Learning

Die FHWien der WKW befasst sich seit dem Jahr 2005 mit E-Learning. Daher konnten über 15 Jahre hinweg Erfahrungen aufgebaut worden, die sich jetzt als nützlich erweisen. Auch ist ein Werkzeug-Set vorhanden, das die Online-Lehre unterstützt. „Seit einigen Jahren gelten an unserer FH zudem Vorgaben für die Quote an Distance Learning in den Studiengängen. Diese lag schon bisher bei 15 Prozent“, informiert Beate Huber, die als Head of Academic Affairs und Chair of the Academic Board den Lehrbetrieb der Fachhochschule leitet. „Diese Voraussetzungen haben uns ermöglicht, den gesamten Lehrbetrieb sehr schnell in Distance Learning überzuführen.“

Anwesenheitspflicht aufgehoben

Die neuen Rahmenbedingungen machten eine Anpassung der Studien- und Prüfungsordnung notwendig. „Die Anwesenheitspflicht für das Sommersemester wurde für alle Studierenden aufgehoben“, berichtet Beate Huber. Die Bedürfnisse von Studierenden mit Zivil- oder Milizdienst-Aufgaben sowie jener, die in infrastrukturell kritischen Berufen tätig sind, wurden berücksichtigt.
Die Termine der Lehrveranstaltungen bleiben nach Möglichkeit unverändert, Vorlesungen und Seminare finden lediglich online statt. Die Präsenz-Lehrveranstaltungen werden ersetzt durch schriftliche Materialien und Aufgaben, die online durchzuführen sind. Video-Aufzeichnungen von Lehrenden dienen als Ergänzungen zu schriftlichen Unterlagen. Schriftliche Prüfungen werden durch schriftliche Aufgaben oder mündliche Online-Prüfungen ersetzt. Die Durchführung von schriftlichen Online-Prüfungen ist in Vorbereitung.

Nicht geplante Kosten

Der Umstieg auf Distance Learning sei mit nicht eingeplanten Kosten verbunden, die aus den finanziellen Reserven der Fachhochschule gedeckt werden müssen, fordert die Fachhochschule. „Das kann auf diese Weise allerdings nur sehr kurzfristig funktionieren. Mittelfristig sind wir auf eine Unterstützung seitens des Bildungsministeriums angewiesen, um unserem Bildungsauftrag weiterhin in der gewohnten Qualität gerecht werden zu können – ob in der Präsenzlehre oder in der Fernlehre“, so CEO Michael Heritsch, der in diesem Zusammenhang an die langjährige Forderung der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz erinnert, „die Fördersätze für die Studienplätze an den heimischen Fachhochschulen endlich anzuheben und in Zukunft regelmäßig der Inflation anzupassen“.

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