Facebook testet neuen "Kontext"-Button
 

Facebook testet neuen "Kontext"-Button

Tobias Hase
ARCHIV - ILLUSTRATION - Der Schriftzug der Social Media-Plattform Facebook ist auf einem Handy zu sehen, aufgenommen am 11.12.2016 in München (Bayern). Weil er einen CDU-Bundestagsabgeordneten bedroht und beleidigt haben soll, muss sich ein 45-jähriger Düsseldorfer am kommenden Dienstag vor Gericht verantworten. Der Angeklagte soll im Februar nachts auf der Facebook-Seite des Politikers Folgendes gepostet haben: «Wir werden Sie primitives Mobberschwein bei der nächsten Wahl töten.» Das Wort «töten» soll er anschließend noch 26 Mal wiederholt haben. (zu dpa vom 24.09.2017) Foto: Tobias Hase/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - ILLUSTRATION - Der Schriftzug der Social Media-Plattform Facebook ist auf einem Handy zu sehen, aufgenommen am 11.12.2016 in München (Bayern). Weil er einen CDU-Bundestagsabgeordneten bedroht und beleidigt haben soll, muss sich ein 45-jähriger Düsseldorfer am kommenden Dienstag vor Gericht verantworten. Der Angeklagte soll im Februar nachts auf der Facebook-Seite des Politikers Folgendes gepostet haben: «Wir werden Sie primitives Mobberschwein bei der nächsten Wahl töten.» Das Wort «töten» soll er anschließend noch 26 Mal wiederholt haben. (zu dpa vom 24.09.2017) Foto: Tobias Hase/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Im Kampf gegen die Verbreitung von Falschmeldungen und irreführenden Informationen im Internet testet das Onlinenetzwerk Facebook eine neue Funktion.

Mithilfe eines "Kontext"-Buttons sollen Nutzer die auf Facebook geteilten Artikel besser einschätzen können, wie das US-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Internetangebot von Facebook müssten sie dafür nicht verlassen.

"Wir testen einen Button, den die Leute antippen können, um einfachen Zugang zu weiterführenden Informationen zu erhalten, ohne irgendwo anders hingehen zu müssen", heißt in einem Blog-Eintrag der Facebook-Manager Andrew Anker, Sara Su und Jeff Smith. Diese Informationen könnten den Nutzern helfen, zu bewerten, ob der Urheber eines Artikels vertrauenswürdig "und die Geschichte selbst glaubwürdig ist".

Die zusätzlichen Informationen sollen dabei aus dem Facebook-Angebot und aus weiteren Internet-Quellen wie etwa dem Wikipedia-Eintrag zum Verfasser des Artikels stammen. In einigen Fällen, wenn diese Informationen nicht verfügbar seien, werde Facebook "die Leute wissen lassen, was noch hilfreicher Kontext sein kann", heißt es in dem Eintrag weiter.

Der Test ist ein weiterer Schritt der Bemühungen von Facebook, sich gegen die Verbreitung sogenannter "Fake News" und irreführender Informationen zu wappnen. Erst am Montag hatte das Netzwerk angekündigt, sich stärker gegen politische Irreführung durch manipulative Werbeanzeigen wehren zu wollen. Dafür will der Konzern rund tausend neue Mitarbeiter einstellen, die Anzeigen auf mögliche Verstöße gegen die Geschäftsbedingungen prüfen sollen.
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