Facebook schließt seine "Trending"-Sektion
 

Facebook schließt seine "Trending"-Sektion

JUSTIN TALLIS
Symbolfoto
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Das soziale Netzwerk gab das Aus für das umstrittene Feature bekannt.

Seit seinem Start 2014 sorgte das "Trending"-Feature für zahlreiche Skandale bei Facebook. Zuerst wurde es von Journalisten betreut, denen bald parteiische Informationsauswahl vorgeworfen wurde. Seit 2016 basiert das Feature auf Algorithmen, was die Verbreitung von teilweise falschen Tatsachen zur Folge hatte, wie Wired berichtet.

Nun dreht Facebook sein umstrittenes Feature ab. "Wir entfernen bald Trending und machen Platz für zukünftige Nachrichtenerfahrungen auf Facebook", heißt es im Facebook-Blog. Offizieller Grund: "Trending war nur in fünf Ländern verfügbar und machte durchschnittlich weniger als 1,5% der Klicks für Nachrichtenverlage aus."

Stattdessen verfolgt Facebook nun verstärkt andere Projekte, wie das Breaking News Label: 80 Publisher in Nordamerika, Südamerika, Europa, Indien und Australien können testweise einen "Breaking News" Indikator für ihre Beiträge im News Feed erstellen. Zudem wird eine "Today"-Sektion getestet, die User mit den neuesten Nachrichten und wichtigen Neuigkeiten lokaler Verlage in ihrer Stadt sowie mit Updates von lokalen Beamten und Organisationen verbindet. Und es wird bald einen eigenen Bereich auf Facebook Watch in den USA geben, wo Usern exklusiver Live-Berichterstattungs- und Nachrichtencontent geboten wird.

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