Facebook-Marketing ist das bessere Online-Mar...
 

Facebook-Marketing ist das bessere Online-Marketing

Beim diesjährigen Werbegipfel ging es um Facebook als Online-Marketingtool, Markenhoheit und neue Strategien und Trends

Den diesjährigen Werbegipfel des Werbeplanung.at Summits 2014 moderierte Jürgen Scharrer (horizont.net). Er startete die Diskussion mit Peter Beuke (IBM Deutschland), Norbert Kettner (Wien Tourismus), Mario Zenaty (Kotányi), Friederike Müller-Wernhart (Mindshare) und Markus Wieser (Jung von Matt/365) mit dem Thema, dass Facebook-Marketing das bessere Online-Marketing sei, obwohl der Facebook-Hype bereits wieder etwas abgeschwächt ist.

Mindshare-Chefin Friederike Müller-Wernhart meinte dazu: „Facebook ist im Kommen!“ Aus der Sicht der Mediaagenturen sei es wichtig, Erfolge in Zahlen auch auf Facebook darzustellen und KPIs festzulegen, um den Erfolg von Kampagnen darstellen zu können. „Math Men treffen auf Mad Men“ – Mathematik ist ihr zufolge nach wie vor für Mediaagenturen wichtig. Die Geschwindigkeit habe sich allerdings verändert: "Man muss schnell und adaptiv sein."

„Facebook ist alternativlos“

Laut Norbert Kettner ist Facebook „alternativlos“ und könnte in Zukunft eine Fußnote sein. Die Facebook-Seite von Kotányi hat bereits 500.000 Fans, jedoch wisse Zenaty nicht, wie viel Bedeutung man dieser Zahl zuschreiben kann. Peter Beuke sah in Facebook einen integrativen Bestandteil für Marketing und eine neue Ära, in der es um die Beziehung zwischen Business und Individuen geht. Mario Zenaty wolle Facebook nutzen, um Endnutzer zu verlinken: "Auf Facebook können Impulse gegeben und Fragen gestellt werden, und die User machen den Content." Und Markus Wieser nannte Facebook eine „schöne Bereicherung“.

Die Hoheit der Marke

Norbert Kettner betonte, auch wenn die Marke von den Kunden getrieben werde, die Autorität und Markenhoheit nicht aus der Hand zu geben. Peter Beuke berichtete, die Kunden seien anspruchsvoller geworden und könnten nun schneller Einfluss auf die Marke nehmen.

"Man muss herausfinden, wo man steht und wohin man will", so Markus Wieser. Er sieht Displaybanner nicht sehr wirkungsvoll, da man ja nicht draufklicken muss. Mario Zenaty fügte hinzu, dass man für sich selbst entscheiden müsse, wann Banner-Werbung ein gutes Kommunikationstool ist und wann nicht. Kettner erwähnte die „Unfugvermeidung“ – man dürfe Fehler machen, aber müsse den größten Unfug vermeiden. Es gelte herauszufinden, wo das Unternehmen stehen soll.

Neue Strategien und Trends für Marketing und Werbung 2015

Auf die Frage nach zukunftsweisenden Strategien und Trends antworteten die Diskutanten unterschiedlich: „Fail harder and faster“, so Müller-Wernhart, "ist ein wesentlicher Punkt für neue Produkte, die auf den Markt kommen". Sie sprach auch Real Time History und Data Management an. Beuke sah ein zentrales Thema darin, dass IT und Marketing näher zusammenrücken, er erwähnte auch Customer Relationship Management und Mobility. Kettner nannte die Verschmelzung von Abteilungen - auch in der Agenturszene. Zenaty nannte drei Stichpunkte: Trust, Mobility und man solle den Trend der Zeit nicht verschlafen. Wieser sagte abschließend: „Die Zukunft ist schon da“.

(red)
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