EU verhängt Rekordstrafe gegen Google
 
CHANDAN KHANNA
Möglicherweise muss Google noch einmal tief in die eigene Tasche greifen.
Möglicherweise muss Google noch einmal tief in die eigene Tasche greifen.

Wegen Ausnutzung einer marktbeherrschenden Situation rund um das Betriebssystem Android wird Google zu einer Wettbewerbsstrafe in Höhe von 4,34 Milliarden Euro verurteilt. Google will das Urteil anfechten.

Wegen drei illegaler Beschränkungen für die Nutzung des Betriebssystems Android habe Google die "marktbeherrschende Stellung seiner Suchmaschine zementiert", verkündete EU-Kommissarin Margrethe Vestager via Twitter - und verhängt eine Wettbewerbsstrafe in Höhe von 4,34 Milliarden Euro gegen das Unternehmen. Der Hauptkritikpunkt liegt auf jenen Vorgaben von Adroid, die besagen, dass alle Hardwarehersteller weitere Google-Apps auf den Geräten vorinstallieren müssen, um den Google Play Store nutzen zu können. So sei Wettbewerbern die Möglichkeit genommen worden, innovativ und konkurrenzfähig zu sein und Verbraucher seien um die Vorteile eines wirksamen Wettbewerbs gebracht worden, begründet Vestager das Urteil.

Neu ist aber nicht nur die Höhe der Strafzahlung des Kartellgerichts, die den Rekordwert von 2017 übertrumpft (2,42 Milliarden Euro, ebenfalls gegen Google), sondern auch Auflagen, an die sich Google nun zu halten hat. So muss das Unternehmen unter anderem binnen 90 Tagen mehr Konkurrenz auf Andoid-Geräten zulassen. Sonst drohen weitere Zahlungen.

Google wird die Strafe anfechten. Das kündigte ein Sprecher des US-Internet-Riesen am Mittwoch in Brüssel an. Google kontert den Vorwürfen damit, dass Android für mehr Auswahl im Smartphone-Geschäft gesorgt habe.

stats