Erste pusht neues Online-Banking
 

Erste pusht neues Online-Banking

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Nutzerfreundlichkeit im Fokus - Jung von Matt für die Kreation der Kampagne

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitagvormittag in Wien hat die Erste Bank ihre neue Online-Banking-Plattform George präsentiert. Begleitet von einer breiten Kampagne (klassisch und online), die bereits seit einiger Zeit angeteasert wird, will man George als zeitgemäßes und für Kunden kostenloses Online-Produkt positionieren, das der nationalen Konkurrenz voraus ist und in Sachen Funktionalität und Design auf Augenhöhe mit Internet-Riesen wie Google und Facebook liegt.

Bei den beiden genannten Silicon-Valley-Größen hat sich das Erste Hub, die hauseigene Start-up-Abteilung der Bank, sichtlich inspirieren lassen, was Layout der Seite oder Suchfunktionen angeht. Auch Apple ist ein Vorbild: Künftig soll es in einem angeschlossenen App Store zusätzliche Plugins zur Aktivierung geben, die das Online-Banking um weitere Funktionen erweitert. Erreichbar ist George über eine responsive Webseite und auf Smartphones auch über iPhone- und Android-Apps.

Breite Kampagne klassisch und im Netz


Für die Kreation zeichnet Jung von Matt verantwortlich. Vermarktet wird die neue Web-Plattform, die bis auf Weiteres parallel zum alten Netbanking betrieben wird und die jeder Erste-Kunde mit bekannter Verfügernummer und Passwort verwenden kann, nicht. Möglich ist aber, dass es werbliche Einblendungen zu Erste-Produkten geben wird, die dem Kunden auf diesem Weg schmackhaft gemacht werden sollen. Geld könnte die Erste mit dem angeschlossenen App Store machen, in dem es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Zusatz-Plugins und Dienste gibt. So zahlt man etwa für die 7-Jahre-Archiv-Funktion 49 Cent pro Monat.

Start-ups im Nacken

Der Push der Erste Bank beim Online-Banking ist nicht nur als Reaktion auf IT-Größen wie Apple ("Apple Pay"), Google ("Google Wallet") und Facebook (Gerüchte zu Zahlfunktionen in der Messenger-App) zu sehen, die allesamt ins Geldtransfergeschäft drängen, sondern auch als Reaktion auf kleine Start-ups. Man beobachte intensiv, was sich in London, Berlin oder auch Wien in dieser Hinsicht tue, so Erste-Vorstand Peter Bosek.

Wie das neue Produkt von den Kunden angenommen wird, bleibt abzuwarten. Derzeit greifen etwa die Hälfte der knapp eine Million Erste-Kunden auf die Online-Banking-Angebote zu. George birgt das Potenzial, dass sich diese Zahl erhöht.
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