Erneute Datenpanne bei Facebook
 
APA (dpa)

Das größte Social Network der Welt musste erneut eine Panne in Sachen Datenschutz zugeben. Aufgetreten ist das Problem auch nach dem 25. Mai, dem Stichtag der DSGVO.

Facebook hat gegenüber den US-Behörden eine weitere Datenpanne zugegeben, wegen der private Nachrichten von zahlreichen Nutzern vorübergehend öffentlich angezeigt wurden. Der Fehler trat von 18. bis 27. Mai auf, also auch nach Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Rund 14 Millionen User sind davon betroffen, berichten die Tech-Portale "Recode" und "Techcrunch", sowie andere US-Medien.

Während des Zeitraums sind die Privatsphäre-Einstellungen den Berichten zufolge automatisch umgestellt worden, ohne die Nutzer davon in Kenntnis zu setzen. So konnte die gesamte Facebook-Community Postings sehen, die nur für Freunde und Bekannte bestimmt waren. Der Fehler sei inzwischen behoben, teilte die zuständige Facebook-Managerin Erin Egan mit: "Wir möchten uns entschuldigen." Das Unternehmen wolle nun beginnen, betroffene Nutzer zu informieren.

Facebook steht international unter anderem wegen des Skandals um Cambridge Analytica unter Druck. In Österreich hatte der Datenschützer Max Schrems am 25. Mai eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde eingebracht, weil Facebook im Rahmen der DSGVO vermeintlich gegen das Koppelungsverbot verstößt.

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