Ein Stadtgespräch im Zeichen des Datenschutz
 

Ein Stadtgespräch im Zeichen des Datenschutz

Stefan Mey
Max Schrems spricht über Facebooks Möglichkeit, das Adressbuch mit dem Netzwerk zu synchronisieren: Plötzlich hat Facebook dann Daten von Menschen, die gar nicht auf Facebook sind.
Max Schrems spricht über Facebooks Möglichkeit, das Adressbuch mit dem Netzwerk zu synchronisieren: Plötzlich hat Facebook dann Daten von Menschen, die gar nicht auf Facebook sind.

Beim Wiener Stadtgespräch am Dienstagabend mit Peter Huemer und Max Schrems drehte sich alles um die Themen Big Data und Datenschutz.

Segen und Fluch der Sozialen Medien war das Thema des Wiener Stadtgesprächs am Dienstagabend - Stargast: Der Jurist Max Schrems, der mit seiner Klage gegen den US-Konzern Facebook bekannt wurde und nach einem kurzen Vortrag mit Peter Huemer über Datenschutz diskutierte. Das Duo schaffte dabei den schweren Spagat, ein wichtiges, aber trockenes Thema mit einer Prise Humor zu garnieren und das Publikum so bei Laune zu halten.

In seinem kurzweiligen Vortrag erzählte Schrems von seinen eigenen juristischen Wegen im Kampf gegen den scheinbar übermächtigen Gegner und ging zugleich auf technische Aspekte ebenso wie Geschäftsmodelle ein - zur Sprache kamen hier auch Themen wie Clickbaiting, Filterblasen und Fake News. Den richtigen Weg sieht Schrems unter anderem in der EU-Datenschutzgrundverordnung, die den Bürgern neue rechtliche Mitteln zum Durchsetzen ihrer Ansprüche in die Hand gibt. 

Mit Huemer sprach er anschließend über den richtigen Umgang mit sozialen Daten, zukünftige Szenarien und gesellschaftliche Veränderungen. Auch hier waren Fake News rund um die vergangene US-Präsidentschaftswahl ein präsentes Thema. Und Huemer räumte mit dem angestaubten Slogan auf, dass jeder, der nichts zu verbergen habe, auch nichts zu befürchten habe: "Ich wünsche niemandem, dass sein Leben so langweilig ist, dass er nichts zu verbergen hat." Dem stimmte Schrems lachend zu. 
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