Ein Adblocker für alle Google-Fans
 

Ein Adblocker für alle Google-Fans

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In einem „Ad Experience Report“ soll Publishern erklärt werden, welche Standards sie ab 2018 einhalten müssen, um von Chrome nicht blockiert zu werden.
In einem „Ad Experience Report“ soll Publishern erklärt werden, welche Standards sie ab 2018 einhalten müssen, um von Chrome nicht blockiert zu werden.

Googles Browser Chrome, Marktführer in Österreich und weltweit, wird ab Anfang 2018 störende Werbung im Internet blockieren. Von Experten als gut befundene Werbung wird hingegen durchgelassen.

Blinkende Banner, automatisch abgespielte Videos mit lauter Musik und Pop-ups, die nur schwer weg geklickt werden können – für die Branche ist Onlinewerbung Teil des täglich Brots, viele User hingegen fühlen sich dadurch belästigt und schieben der Werbung über Adblocker einen Riegel vor: In Österreich verwenden 26 Prozent der Nutzer laut einer Auswertung von PageFair einen Adblocker, bei den europäischen Spitzenreitern Griechenland und Irland sind es gar 39 Prozent.

Dabei wird allerdings nicht nur die wirklich lästige Werbung blockiert - sondern auch jene, die dem Nutzer potenziell einen informativen Mehrwert bieten könnte. Google, welches den Großteil seines Umsatzes mit Onlinewerbung verdient, reagiert auf diese Entwicklung: Der hauseigene Browser Chrome, Marktführer in Österreich und weltweit (siehe Grafik unten), beinhaltet ab Anfang 2018 einen eigenen Adblocker – der allen bisherigen Anzeichen nach zu urteilen weniger streng urteilen wird als aktuell verwendete Lösungen.

Denn Google hat eine Partnerschaft mit der „Coalition for Better Ads“ geschmiedet, die Standards festgelegt hat, welche Onlinewerbung als schädlich und welche als nützlich wahrgenommen wird. Laut Eigenangabe hat die Organisation 25.000 Konsumenten befragt, um sich ein entsprechendes Bild machen zu können. Über das eigene Netzwerk ausgespielte Werbung soll ebenfalls geblockt werden, wenn sie nicht den Standards genügt, betont Google.

In einem „Ad Experience Report“ soll Publishern erklärt werden, welche Standards sie ab 2018 einhalten müssen, um von Chrome nicht blockiert zu werden. Parallel dazu lässt Google derzeit ein Tool namens „Funding Choices“ im Probebetrieb laufen, mit dem Nutzer von Adblockern aufgefordert werden, diese zu deaktivieren. 
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