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E-Commerce wächst 10-mal schneller als stationärer Handel

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Der Distanzhandel wächst zehn Mal so schnell wie der stationäre Einzelhandel.

Branchenradar.com hat in der Jahresbilanz 2017 den Handel in Österreich unter die Lupe genommen und dabei Zahlen zum anhaltenden Online-Shopping-Boom erhoben. Während die Ausgaben im Einzelhandel im vergangenen Jahr um fast 4 Prozent gewachsen sind und damit einen neuen Rekordwert von 105,9 Milliarden Euro erreichen, konnte der E-Commerce um 14,2 Prozent höhere Privatausgaben als noch 2016 generieren. Damit wächst der Distanzhandel zehn Mal so schnell wie der stationäre Handel.

Im Distanzhandel ist das Volumen auf insgesamt 8,7 Milliarden Euro angestiegen, davon sind 4,9 Milliarden Euro einzelhandelsrelevant. Der Anteil an den einzelhandelsrelevanten Ausgaben liegt damit bei 8,1 Prozent – Tendenz steigend.

Obwohl E-Commerce in einigen Warengruppen, wie etwa bei Büchern oder Videospielen, den stationären Einzelhandel bedroht, ist „der Hype ums Online-Shopping in vielen Märkten wohl einen Tick übertrieben“, relativiert Branchenradar-Geschäftsführer Andreas Kreutzer. „Einen relevanten Marktanteil hält der Distanzhandel in weniger als fünf Ausgabengruppen. Mehr als 70 Prozent der privaten Haushaltsausgaben sind in drei Segmenten gebündelt“, so Kreutzer. Vor allem im Lebensmittelhandel sei Online-Shopping noch eine Nischenangelegenheit.

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