Drei im Silicon Valley: Hier sprudelt die Ins...
 

Drei im Silicon Valley: Hier sprudelt die Inspiration

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Drei-CEO Jan Trionow mit Nanoport-CEO Tim Szeto
Drei-CEO Jan Trionow mit Nanoport-CEO Tim Szeto

Telco-Anbieter Drei lud Businesskunden ins Silicon Valley ein. Heimische Betriebe holten sich dabei Anregungen von Augmented Reality bis faltbare Tablets.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 16/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Bei der Digitalisierung zeichnet sich in Österreich eine Zweiklassengesellschaft ab, das haben jüngste Studien nahegelegt: Besonders kleine und mittlere Unternehmen betreten oft digitales Neuland. Als konkrete Unterstützungsmaßnahme verloste Telekommunikationsanbieter Drei eine Studienreise namens „3Digitalimpuls“ in das Epizentrum der digitalen Innovation, das Silicon Valley. Drei möchte damit „Geschäftskunden mit Impulsen und Inspiration bei ihrer digitalen Transformation unterstützen“, meinte der frisch aus den USA zurückgekehrte CEO Jan Trionow zu HORIZONT.

Auch wenn exotische Plätze wie die nordfinnische Großstadt Oulu zu den dezidierten 5G-Hotspots zählen, die gebündelte Innovationskraft macht das Silicon Valley immer noch zu einem eigenen Kapitel.

Von der Reise zeigt sich Trionow entsprechend fasziniert: „Das Silicon Valley ist eine wahre Inspirationsquelle. Was mich und uns besonders begeistert hat, war der Zugang zu Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung zwischen allen Playern, von Start-ups bis zu Großunternehmen.“ Konkret fand der Drei-CEO auch die unterschiedlichen Augmented Reality und Internet-der-Dinge- Lösungen „sehr inspirierend“. Auch diese würden durch 5G eine neue Dimension erfahren, sagt Trionow, dessen Unternehmen bereits jetzt zahlreiche Technologien von Unternehmen nutzt, die im Silicon Valley beheimatet sind. Erst Ende Februar gaben Cisco und die 3Group die weltweite Verfügbarkeit der IoTVernetzungs- Plattform bekannt, die durch das Cisco Jasper Control Center ermöglicht wird. Firmen können dadurch ihren Kunden der zwölf Mobilfunknetze innerhalb der 3Group und deren Roaming-Partnern IoTServices anbieten. Seitens der 3Group sieht man bereits jetzt großen Bedarf, speziell in den Bereichen Smart Energy, vernetzte Fahrzeuge, smarte Gebäude und dann auch Smart Citys mit der Berücksichtigung kommunaler Dienstleistungen sowie im Punkt Unterhaltungselektronik.

Auf Tour bei den Riesen

Nach den ersten Tagen in San Francisco standen Fragen im Vordergrund wie „Welche Ideen kann man aufsammeln und wie können diese dann nach Österreich transportiert werden?“ Die Tour führte neben Stationen bei Mozilla, SAP AppHouse, Amazon.com Bookstore, b8ta, Tesla, dem Stanford Campus und einem Stop im Napa Valley unter anderem auch etwa zum Start-up Nanoport Technology. CEO Tim Szeto präsentierte unter anderem den Prototyp des ersten faltbaren Tablets, für den drei Smartphones magnetisch miteinander verbunden werden. „Eine Innovation, die hoffentlich bald auf den Markt kommt“, lautete das Urteil.

Beeindruckend war für die Teilnehmer auch der Themenbereich Daten: Neben Firmen, die viele Daten erzeugen – wie Facebook, Google und Apple – stand in diesem Zusammenhang auch ein Besuch bei Wearables- Hersteller Huami auf dem Programm. 2017 verkaufte die Tochterfirma des chinesischen Riesen Xiaomi über 18 Millionen Units, mehr als jeder andere Mitbewerber, und besitzt eine große Biometrie- und Aktivitätsdatenbank in der globalen Smart-Wearables- Branche. „So etwas zu sehen, ist extrem spannend und zeigt einem halt auch, wie wertvoll persönliche Daten sind“, meinte Matthias Ruhri von „Up to Eleven Digital Solutions“ im reisebegleitenden Vlog.

Für den Mobilfunkmarkt Österreich pocht Trionow indes vor allem auf „passende Rahmenbedingungen, damit sich die Betreiber die notwendigen Investitionen in neue Technologien leisten können. Nur dann wird es Österreich schaffen, eine 5G-Vorzeigenation zu werden.“

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