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"#digitalnatives19": Volkstheater Wien vernetzt sich

Elisabeth Kessler

Im Internet surfende Senioren, auf der Bühne tanzende Roboter, Diskussionen zu Digitalität und Demokratie, Workshops und ein interaktives Spiel: Das und noch viel mehr bietet "#digitalnatives19", ein Vernetzungsprojekt des Volkstheaters und der Europäischen Theaterunion (UTE). Gestartet wird am 30./31. März mit einem internationalen Austausch. Ab 29. Mai folgt das Festival "Share Our Lives".

"#digitalnatives19" soll dem analogen Medium Theater ein wenig digitale Kompetenz zurückgewinnen - zumindest in der Auseinandersetzung über die wesentlichen Chancen, Herausforderungen und Probleme der laufenden Paradigmenwechsel. Am nächsten Wochenende tauschen sich die beteiligten fünf Partnertheater von UTE - Volkstheater Wien, Schauspiel Köln, Comédie de Reims, Nationaltheater Cluj und Nationaltheater Thessaloniki - in Wien über ihre laufenden Recherche- und Probenprozesse aus, diskutieren die dabei aufgetauchten Fragestellungen und entwickeln gemeinsam Programmpunkte für die finale Digital Party Night, die am 1. Juni in allen fünf Städten gleichzeitig stattfinden wird.

Am 30. März treten auf der Bühne des Volx/Margareten in der Regie von Constance Cauers und Malte Andritter Senioren in Dialog mit ihren Enkeln aus der Generation der Digital Natives. "Silver Surfer" steht nach der Premiere noch je zweimal im April und Mai auf dem Spielplan der Nebenspielstätte, wo auch die Mischung aus Spiel, Installation und Simulation "Vienna - All Tomorrows" am 31. März sowie am 29. und 30. Mai angesetzt ist. In der Roten Bar diskutieren am 31. März, 11 Uhr, Sarah Spiekermann-Hoff von der Wirtschaftsuniversität Wien (am 1. April erscheint ihr neues Buch "Digitale Ethik. Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert"), die Juristin Angelika Adensamer, die auch Mitglied des Datenschutzrats ist, sowie die Künstlerin und "Hacktivistin" Stefanie Wuschitz. Es moderiert Corinna Milborn.

Das Festival "Share Our Lives" bietet dann von 29. Mai bis 2. Juni ein überbordendes Programm. Einige Höhepunkte: 200 Theaterbegeisterte können sich am 30. Mai unter der Leitung von Jasmin Avissar, Christine Eder, Jonas Schneider und Georg Hobmeier in einem Workshop mit dem Thema "Kommunikation im digitalen Zeitalter" beschäftigen und am 31. Mai, 12 Uhr, ihre Ergebnisse präsentieren. Studierende der Studiengänge Medientechnik und Digital Design - Experimentelle Medien an der FH St. Pölten beleben am 31. Mai und 1. Juni mit ihren experimentellen Medienprojekten das Volkstheater. Oliver Schürer, der auch einen "Tanz der Roboter" aufführt, stellt in "The robot is present" am 31. Mai auf der Volkstheater-Unterbühne die legendäre MOMA-Performance "The Artist is Present" von Marina Abramovic mit einem Roboter nach. Virtual Reality Shows machen mit "The Art of immersive Storytelling" vertraut, "mein beileid 1.9" heißt ein begehbares Hörspiel. Und am 31. Mai (19 Uhr) diskutieren die Autoren Michael Köhlmeier und David Schalko mit der Roboterpsychologin Martina Mara zum Thema "Lüge im digitalen Zeitalter".

Auch die abschließende Digital Party Night (1. Juni, 17−22 Uhr) gibt sich in der Ankündigung total vernetzt: "Mit Liveschaltung nach Deutschland, Rumänien, Frankreich und Griechenland wird gemeinsam bis in die Nacht hineingetanzt..."

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