Digitalisierung: Ladenschluss beim Kaufhaus Ö...
 
Screenshot HORIZONT

Nach etwas mehr als zwei Monaten wird die heimische Handelsplattform laut Medienberichten wieder eingestellt.

Das Kaufhaus Österreich wird in seiner aktuellen Form nicht weiterbestehen. Grund dafür ist laut Medienberichten auch die rechtliche Grundlage hinter der Seite: Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort darf keine kommerziellen Plattformen betreiben, die mitbegründende Wirtschaftskammer möchte das anscheinend nicht. Daher wird der Onlineshop zu einer Link-Sammlung, die zu österreichischen Händlern weiterführt. Gekauft werden könnte im Kaufhaus Österreich dann entsprechend nichts mehr.

Geöffnet hatte die Plattform ihre digitalen Pforten Ende November. Sowohl die mangelnde Funktionalität als auch die 627.000 Euro Entwicklungskosten sorgten für viel Kritik.

Aktualisierung 9. 2. 11.15 Uhr: Im Gespräch mit dem Kurier-TV-Format "Checkpoint" gab Digitalisierungs-Ministerin Margarete Schramböck (ÖVP) heute zu, dass es hier zu Fehlern gekommen sei. "Ja, die Suchfunktion war schlecht, daher werden wir sie abdrehen". Schramböck möchte das Kaufhaus Österreich nun zu einer Plafform für Unternehmer machen. Diese können sich anhand von Tutorials Informationen holen, wie sie ihr e-Commerce-Geschäft ankurbeln können.

Die Digital-Ministerin rechnet vor, dass die bisherigen Kosten nicht völlig abgeschrieben werden müssen. 70 Prozent der Kosten gingen auch in der neuen Plattform auf, die restlichen 30 Prozent bedeuten eine Förderung für teilnehmende Unternehmen von 123 Euro pro Firma. "Das ist es mir in dieser Krise aber auch wert", so Schramböck gegenüber "Checkpoint".



Dieser Text erschien zuerst auf www.cash.at.

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