Digitalisierung in der U-Bahn
 

Digitalisierung in der U-Bahn

Außenwerber Gewista baut neue Welten im öffentlichen Raum - Stephansplatz ist Startpunkt einer neuen Entwicklung

Die Gewista startet in die digitale Out-of-Home-Welt. Das Außenwerbe-Unternehmen zeigt in Wiens U-Bahnstation am Stephansplatz, was digitale Out-of-Home-Medien können. Mehr als hundert HD-Screens in zwei Größen, die natürlich bewegtbildfähig sind, werden seit 8. April mit einer kreativen Kampagne von Hutchison Drei Austria bespielt.

"Wir sind mit einem Schlag das geschwindeste Medium mit hoher Flexibilität - ist die kreative Idee da, sind wir zehn Minuten später am Screen", ist Gewista-CEO Karl Javurek begeistert. Hinzu kommt die Chance auf hohe Reichweiten, allein am Stephansplatz sind täglich 250.000 Kontakte möglich.

Ziel ist ein Ausbau an sechs weiteren Wiener U-Bahnhöfen innerhalb der nächsten zwei Jahre. Der öffentliche Raum ist für Javurek der Ort in urbanen Gegenden mit Zukunft, immerhin ein Drittel der Österreicher ist öffentlich unterwegs, ein weiteres Drittel mit dem Auto, der Rest geht zu Fuß.

Bewegtbild in der U-Bahn


Nun ist auch Kreativität gefragt, noch ist man in der Lernphase und wird beobachten wie die City-Light-großen Screens in der Station, sowie die kleineren Screens entlang der Rolltreppen - am Stephansplatz sind es 78 Stück - zu bespielen sind. "Wichtig ist, dass die Werbebotschaft auch während kurzer Wartezeiten ankommt", so Javurek.

Die Werbebotschaften werden tonlos in zehn-Sekunden-Spots in einem 60 sekündigen Loop laufen. Sie werden so programmiert, dass sie den Passanten vom Betreten des Areals bis zum Bahnsteig begleiten. Für Kreativität ist Raum: Spontane Sonderangebote, wetterabhängig orientierte Inhalte oder Abverkaufsteaser können einfach geschalten werden. Und es können zum Beispiel ganze Stationen auf den E-Panels, verfügbar im 32-, 46- oder 80-Zoll-Format, exklusiv bespielt werden.

Infoscreen bleibt übrigens am Bahnsteig das einzige digitale Medium. "Kosteneffizienz ist aufgrund der nicht mehr anfallenden Produktion gegeben", meint Javurek, "das Medium ist konkurrenzfähig und bietet nun auch Möglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen."

"Nicht für die Fische"


Auch der Kunde Drei ist begeistert: "Wir sind immer bestrebt, Dinge anders zu machen", sagt Christian Rausch, Head of Marketing Communications bei Drei, "deswegen wollten wir auch als Erster die Möglichkeit des kompletten digitalen Stationbrandings am Stephansplatz nützen. Wir bieten Unterhaltung und laden die Fahrgäste auf eine abwechslungsreiche Reise durch unsere Welt, eine Unterwasserwelt, die über viele Screens die Geschichte unseres Helden - eines kleinen, orangenfarbenen Fischs - erzählt. Denn das, was unterhält, ist nie für die Fische." Auch Humanic, Raiffeisen und Manhattan sind bereits am Stephansplatz präsent.

"Sollten die U-Bahnstationen gut funktionieren, werden wir in der Folge auch weitere Projekte an der Oberfläche realisieren", stellt Javurek weiter in Aussicht. Damit wird wohl ein neues Kapitel in der Außenwerbung aufgeschlagen, wobei auch hier die Medienkonvergenz mit Mobile einiges an Entwicklungspotential mitbringt.

Lesen Sie mehr dazu in der HORIZONT-Ausgabe 15/2014, die am 11. April erscheint.
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