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Digitalisierung: 22 Prozent der Firmen schlecht informiert

APA/dpa

Die Digitalisierung schreitet voran, für viele heimische Unternehmen ist das Thema aber weiterhin Neuland: Noch immer fühlen sich 22 Prozent der Betriebe schlecht darüber informiert. Zwar wollen die Firmen heuer verstärkt in IT investieren, "die vertrieblichen Chancen, die sich durch digitale Lösungen ergeben, bleiben momentan fast ungenutzt", analysiert KSV-Vorstand Ricardo-Jose Vybiral.

Am häufigsten würden Digitalprojekte derzeit im administrativen Bereich umgesetzt. "Die Vorteile einer effizienten Verwaltung in Ehren, aber in Österreich wird bei diesem Thema das Pferd von hinten aufgezäumt", sagt er am Mittwoch zu einer aktuellen Umfrage des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV) unter mehr als 1.000 Mitgliedern und Kunden.

Die Modernisierung des Produkt- bzw. Serviceangebots mit digitalen Lösungen ist demnach für 80 Prozent der Firmen nachrangig. "84 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über keinen eigenen Webshop und 94 Prozent haben keine Unternehmens-App", so der KSV. Ganze 29 Prozent planen künftig keine weiteren Digitalisierungsprojekte.

In Kärnten fühlen sich mit 36 Prozent österreichweit die meisten Betriebe nicht oder mangelhaft informiert, in Oberösterreich und der Steiermark sind es 27 bzw. 23 Prozent. An vierter Stelle folgt Wien, wo 22 Prozent der Unternehmen noch Nachholbedarf haben. Vorreiter ist Vorarlberg, wo sich 83 Prozent der Befragten gut auskennen.

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