Digitale Assistenten: Bekannt, aber wenig gen...
 

Digitale Assistenten: Bekannt, aber wenig genutzt

Russmedia Digital
austria.com/plus Geschäftsführer André Eckert
austria.com/plus Geschäftsführer André Eckert

Integral und das interactive advertising bureau austria untersuchen im aktuellen Trendmonitor die Nutzung von Alexa, Siri und Co.

1.000 Menschen wurden im dritten Quartal 2017 von INTEGRAL und dem iab austria für den aktuellen Trendmonitor zur Nutzung von digitalen Sprachassistenten in Online-Interviews befragt. „Die Relevanz von digitalen Sprachassistenten ist mit einer Nutzung von 27 Prozent noch relativ klein. Für die werbetreibende Wirtschaft sind sie dennoch interessant, weil sie vor allem von einer technikaffinen Zielgruppe genutzt werden. Mit dem technischen Fortschritt der künstlichen Intelligenz wird die Nutzung künftig deutlich zunehmen“, fasst iab austria-Präsident André Eckert den aktuellen Trendmonitor zusammen.

Siri macht das Rennen
Die höchste Bekanntheit hat Apples Siri mit 63 Prozent, knapp gefolgt von Amazons Alexa mit 62 Prozent und dem Google Assistant mit 38 Prozent. Bei der Nutzung führt ebenfalls Siri mit 14 Prozent und der Google Assistant belegt mit elf Prozent den zweiten Platz. Amazons Alexa wird nur von vier Prozent der Befragten genutzt. Cortana von Microsoft, Tinka von T-Mobile und Bixby von Samsung werden jeweils nur von einem Prozent der Befragten genutzt und spielen am digitalen Sprachassistenten-Markt somit fast keine Rolle. Auch die Bekanntheit liegt nur knapp an der Wahrnehmungsgrenze.

Sprachassistenten: Wohl bekannt, aber kaum genutzt
Zumindest ein digitaler Sprachassistent ist 82 Prozent der Befragten bekannt, wobei es zwischen Männern und Frauen kaum Unterschiede gibt. Mit 94 Prozent erreichen die freundlichen Assistenten in der sehr jungen Zielgruppe der 14- bis 19-Jährigen den höchsten Bekanntheitswert. Dieser sinkt mit zunehmenden Alter nur leicht und erreicht seinen Tiefpunkt bei den über 70-Jährigen mit 55 Prozent. Durchschnittlich 27 Prozent der Befragten nutzen Siri, Cortana und Co., wobei Männer (30 Prozent) die Nutzerschaft leicht dominieren. Besonders stark fällt die Nutzung bei den 14- bis 19-Jährigen aus, wo bereits 40 Prozent der Umfrageteilnehmer mit ihren Assistenten sprechen. In der Altersgruppe der 20- bis 59-Jährigen liegt die Nutzung bei knapp unter 30 Prozent, bei den über 60-Jährigen nimmt sie weiter ab. 37 Prozent der selbstständig Erwerbstätigen unterhalten sich mit den Assistenten, während nur 24 Prozent der leitenden Angestellten mit ihnen sprechen.

Performer sind besonders kommunikativ
In der Sinus-Mileu-Betrachtung stechen die Performer besonders hervor, die mit 36 Prozent den höchsten Nutzungsanteil digitaler Sprachassistenten aufweisen. Sie gehören der Oberschicht an und sind von Effizienzstreben, Erfolgsorientierung und Technik-Affinität geprägt. Eine hohe Nutzung weisen auch Etablierte (29 Prozent), Adaptiv-Pragmatische (26 Prozent) und Hedonisten (28 Prozent) auf. Die Trend-Zielgruppe der Digitalen Individualisten steht den digitalen Assistenten mit nur 21 Prozent Nutzung hingegen skeptisch gegenüber.

Ein gutes Gespräch mit dem digitalen Assistenten
Digitale Assistenten werden vorwiegend zur Suche nach Informationen (18 Prozent), zum Aufrufen von Kontakten (14 Prozent) und zur Bedienung von Navigationssystemen (neun Prozent) genutzt. Auf den weiteren Plätzen folgen Musikauswahl, Verfassen von Nachrichten, Terminverwaltung, Vorlesen von Texten, Online-Shopping, Steuerung des Smart Homes und mobile Payment. An diesem Nutzungsverhalten wird sich nach Einschätzung der Befragten grundsätzlich auch nichts ändern, die Nutzungszwecke werden jedoch vielfältiger werden.

Geringe Nutzungswahrscheinlichkeit
Obwohl die derzeitige Nutzerschaft bereits ein Viertel der Smartphoneverwender umfasst, sind die zukünftigen Absichten erstaunlich vage. Nur ein Prozent gibt an, einen digitalen Assistenten in den nächsten sechs Monaten „sicher“ nutzen zu wollen, weitere vier Prozent wollen „wahrscheinlich“ das Gespräch mit Siri, Cortana oder Alexa suchen. Ein eigenes Gerät wie beispielsweise Amazon Echo erachten 28 für attraktiv oder sehr attraktiv, während 39 Prozent es als überhaupt nicht attraktiv ansehen.

[Red.]
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