Digital Markets Act: Vergleichsportale beschw...
 
Digital Markets Act

Vergleichsportale beschweren sich in Brüssel über Google

APA/dpa

Preisvergleichsseiten fühlen sich benachteiligt und beziehen sich bei Beschwerde in Brüssel auf den Digital Markets Act.

Wer gerne Preise vergleicht, tut dies oft auf Google. Der Haken dabei: Die Suchmaschine bevorzugten lange ihre eigenen Shoppingdienste gegenüber anderen Portalen, weswegen die EU-Kommission Mutterkonzern Alphabet vor fünf Jahren zu einer Milliardenstrafe verdonnerte. Dieser änderte daraufhin die Anzeige bei der Produktsuche, doch Preisvergleichsdiensten geht das nicht weit genug.


Mehr als 40 von ihnen schickten daher ein Beschwerdeschreiben an EU-Wettbewerbskommisarin Margrethe Vestager und Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Beschwerdeführer beziehen sich dabei auf den erst kürzlich verabschiedeten Digital Markets Act, der Internet-Großkonzerne wie Google zu sogenannten Gatekeepern macht und ihnen spezielle Pflichten auferlegt.

Zeit für Anpassungen

Darauf bezugnehmend fordern die Preisvergleichsportale nun, dass Google bei Suchergebnissen keine Produkte mehr mit Fotos und Preisen anzeigt. Bisher werden diese oft als erstes vor anderen Suchergebnissen angezeigt. Das, so die Argumentation, gehe zu Lasten anderer Preisvergleichsportale, die in den Suchergebnissen oftmals weiter unten und ohne Fotos angezeigt würden.

Selbst wenn man bei der EU-Kommission mit dieser Argumentation übereinstimmt, so die SZ, könnte eine Lösung für viele Preisportale zu spät kommen. Denn der der DMA gibt Gatekeepern Zeit bis 2024 für Anpassungen. Ob viele der Preisvergleichsportal bis dahin überleben, steht in den Sternen.

stats