Digital: Die Top-Themen 2018
 

Digital: Die Top-Themen 2018

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Von der digitalen Betriebsstätte über 5G bis zu DSGVO und AVMD: was die Digitalbranche heuer erwartet.

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Steuerfrage: Digitale Betriebsstätte

Schon beim Betrachten der Wahlprogramme war klar, dass die Frage nach Besteuerung großer Internetkonzerne kein Thema sein wird, das Koalitionen verhindert. Die drei großen Parteien waren sich da einig, dass Facebook, Google und Co stärker zum österreichischen Budget beitragen sollen. Die Grundlagen sollen durch das Modell der digitalen Betriebsstätte geschaffen werden, auf die sich ÖVP und FPÖ schnell einigen konnten. Abzuwarten bleibt, ob ein gemeinsamer Vorstoß auf europäischer Ebene erfolgt – oder ein Alleingang.

5G: Wer bekommt die begehrten Frequenzen?

2018 sollen die begehrten 5G-Frequenzen in Österreich vergeben werden, derzeit wird das Vergabeverfahren vorbereitet. Laut RTR sind fast alle großen Player daran interessiert, die Telekommunikationsanbieter aber fürchten eine Bieterschlacht wie 2013 und wünschen sich ein neues Auktionsdesign wie einen „Beauty Contest“. Von politischer Seite hatte sich vor allem die ÖVP klar positioniert, die den 5G-Ausbau ins Wahlprogramm geschrieben hat: Österreich sollte sich hier als Pilotland für die Entwicklung positionieren und „eine Vorreiterrolle einnehmen“, hieß es. Flächendeckendes Internet wird ein Meilenstein auf dem Weg zum Ziel „Gigabit-Netz für Österreich“.

DSGVO: Ab 25. Mai wird es ernst

Die Vorbereitungszeit geht in wenigen Monaten zu Ende, dann tritt in der EU die neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Das bringt für Unternehmen einige neue Verpflichtungen mit sich, was den Umgang mit personenbezogenen Daten und die entsprechende Dokumentation betrifft. Der Strafrahmen bei Vergehen wurde deutlich erhöht und die Betroffenenrechte ausgeweitet. Hoffnung für Unvorbereitete: Die prüfende Datenschutzbehörde kann auch mit Empfehlungen arbeiten, statt sofort zu strafen.

AVMD: Zügelt die EU Netflix und Co?

Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, dann müssen europäsiche Produktionen bei Streaming­anbietern wie Netflix und Amazon stärker zum Zuge kommen. Ein Entwurf der neuen Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD) sieht vor, dass On-Demand-Videodienste künftig 20 Prozent ihres Angebots mit europäischen Produktionen füllen müssen. „Aktueller Stand ist, dass fünf Treffen im Trilog-Format stattgefunden haben“, meint Heinz Miko, Pressesprecher der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, zum HORIZONT. Der nächste Trilog sei für Jänner 2018 geplant. Die Kommission hoffe, dass eine Einigung unter der bulgarischen Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2018 zustande kommt.

Hier geht es zu den Digital-Highlights 2017.

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