Die Stunde des Web
 

Die Stunde des Web

In den letzten zwei Tagen der Katastrophe rund um das World Trade Center und das Pentagon konnte das Internet zeigen, was es kann, aber auch, was es nicht kann.

Seit dem Terroranschlag auf das World Trade Center und das Pentagon in den USA dürften die internationalen Datenhighways erstmalig mehr als nur Stoßverkehr erlebt haben. Nachrichten und Infodienste melden Rekordzugriffe. Jedoch konnte nicht jedes Webangebot der Informationsnachfrage der letzten zwei Tage nachkommen. Zahlreiche Internetseiten waren stundenlang ausser Betrieb, die Server gingen in die Knie, die Bandbreiten waren ausgeschöpft, darunter z.B. die US-Seiten von CNN, New York Timer und ABC News, aber auch Yahoo, Tagesschau.de, Focus Online und orf.at hatten stundenlange Ausfälle. Focus Online und Yahoo behalfen sich, indem kurzfristig Serverkapazitäten dazugekauft oder aufgebaut wurden. Seiten wie CNN oder auch derstandard.at reagierten mit Reduktion: die Sites wurden von allem befreit, was Bandbreiten kostet, es wurde auf alle Grafiken und Videos verzichtet, cnn lief nur noch im Text-Only-Modus mit weissem Hintergrund.


Diese Zugriffslawine zeige, dass das Web als journalistisches Medium offensichtlich ernst genommen werde, reüssiert der Redaktionsleiter von Spiegel.de, Mathias Müller von Blumencron, im Falle WTC habe es bereits häufig Fernsehen, Radio oder Tageszeitung ersetzt.
Interessant in diesem Zusammenhang: Auch der ORF berichtete in seinen Live-Sondersendungen direkt vom Laptop weg - Medium im Medium.

(dodo)


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